Draft Day

07.12.2016, 07:31 Uhr J.B. Filme

Einmal im Jahr ist Draft Day, der wohl aufregenste Tag einer jeden Offseason. Das hat auch Hollywood gemerkt und aus den Stories, die dieser erste Drafttag schreibt, einen Blockbuster mit Kevin Costner und Jennifer Garner in den Hauptrollen gemacht. Wir werden euch im Folgenden den Film näher bringen ohne etwas zu spoilern und diesen schlussendlich kurz kritisch reflexieren.

Der ganze Film spielt an nur einem einzigen Tag, dem Draft Day. Sonny Weaver Jr., der General Manager der Cleveland Browns, gespielt von Kevin Costner, hat neben der Qual der Wahl, was er mit seinem siebten Pick im Draft anstellen soll, auch mit allerlei anderen Problemen zu kämpfen - dem Tod seines Vaters und Vorgängers, der Schwangerschaft seiner Geliebten und Mitarbeiterin (Jennifer Garner) und dem schwierigen Verhältnis zu seinem neuen Head Coach (Denis Leary). Aber das nur nebenbei.
Da die Browns, wie könnte es anders sein, seit Jahrzehnten auf einen Erfolg warten, ertradet sich Weaver an jenem Morgen des Draft Days kurzfristig den First Overall Pick der Seattle Seahawks, um sich den frischgebackenen Heisman Trophy Gewinner, Bo Callahan, als neuen Franchise Quarterback zu sichern. Weaver wird von den Medien und auch von dem Eigner der Browns für diesen Coup gelobt, obwohl er ihn mit unzähligen eigenen Draftpicks erkauft hat. Nachdem jedoch immer mehr Ungereimtheiten besonders über Callahans Charakterzüge aufkommen, beginnt bei Weaver das Grübeln, ob er nicht doch einen großen Fehler begangen hat.

Wie die Geschichte ausgeht und wen die Browns schlussendlich draften, dürft bzw. müsst ihr natürlich selbst herausfinden.

Kommen wir aber noch zu unserer persönlichen Meinung zum Film. Draft Day ist ein… naja, typisches Sportdrama aus den USA, welches aus dramaturgischen Gründen bis auf die äußerste Spitze getrieben wurde. Da ist aus Quotensicht natürlich nichts Verwerfliches dran, denn wer will schon einen langweiligen Draft sehen, in dem nichts Aufregendes passiert. Aber es ist auch so, dass die Geschehnisse im Film kaum etwas mit dem wahren Footballgeschäft zu tun haben. Dafür sind die Wendungen und Ereignisse einfach viel zu übertrieben dargestellt.

Dennoch kann man sich den Film gut angucken, wie wir finden. Denn so kann mal einen Eindruck erhalten werden, wie es hinter den Kulissen einer Franchise und besonders während des Drafts zugeht. Es werden die Pre-Draft Analysen thematisiert, Gespräche zwischen den Managern und mit den Prospects dargestellt, sowie ein Blick in einen fiktiven War Room inkl. Draftboard gewährt. All das hilft sicherlich das Prozedere „Draft“ besser zu verstehen.

http://www.filmstarts.de/kritiken/209217.html

Also, wer bei der Geschichte ein oder beide Augen zudrückt, der sollte mit Draft Day seine Freude haben. Wir hatten das unter dieser einen Einschränkung zumindest.