Entlassungswelle breitet sich aus

13.02.2019, 09:49 Uhr News

Nach dem der Super Bowl langsam abgeklungen ist, bereiten sich die Franchises auf das neue Ligajahr vor, welches mit der wichtigen Free Agency beginnt. Entsprechend wird schon vor dieser Phase ab 13. März ordentlich damit begonnen die Kader auszumisten und Platz zu schaffen. Das trifft oftmals auch erfahrene und verdiente Spieler, schließlich ist die NFL ein knallhartes Business in der wenig Platz für Befindlichkeiten ist.

Werbung/Affiliate

Als erstes machten dabei die Atlanta Falcons auf sich aufmerksam, als sie in ihrem All-Time Leading Scorer, K Matt Bryant, dem eigentlich immer spielenden CB Robert Alford, sowie dem erfahrenen DE Brooks Reed gleich drei verdiente Spieler vor die Tür setzten, um ordentlich Cap Space freizuschaufeln. Alford und Reed sind übrigens nur einen Tag nach der Entlassung in Georgia beide von den Arizona Cardinals verpflichtet worden.

Zum Wochenstart folgten dann die nächsten zwei Veteranen, die beide noch laufende Verträge hatten, aber ohne Dead Cap von ihren Teams entlassen werden konnten. Dabei handelt es sich zum Einen um WR Demaryius Thomas von den Houston Texans. Dieser kam erst via Trade von den Denver Broncos vergangene Saison nach Texas und darf nun wieder einen Umzug vorbereiten. Thomas hatte sich in Woche 16 der Regular Season einen Riss der Achillessehne zugezogen, sodass der Cut durchaus Sinn ergibt, da man so $14 Mio. spart, die man sicher gut für andere Lücken gebrauchen kann.

Zum anderen haben die Tampa Bay Buccaneers ihren Defensive End Vinny Curry entlassen. Im Vorjahr hatten die Bucs den DE und Super Bowl XLII Sieger noch von den Eagles geholt und ihn mit einem Vertrag über drei Jahren und $23 Mio. ausgestattet. Durch die Entlassung sparen die Mannen aus Florida in der kommenden Saison $8 Mio. und im Jahr darauf $ 8,5 Mio. an Cap Space. Der 30-jährige kam für die Bucs in zwölf Spielen auf 21 Tackles und 2,5 Sacks. Sicher nicht das, was man sich von ihm versprochen hatte. Aufgrund einer Knöchelverletzung verpasste Curry vier Spiele, wodurch er auch seine Starting-Position gegenüber DE Carl Nassib verlor.
Nach der Verpflichtung des neuen DC Todd Bowles unter dem ebenfalls neuen HC Bruce Arians werden die Buccaneers seit vielen Jahren mal wieder von ihrem gewohnten 4-3 Defensive Scheme abrücken und wohl eher auf eine flexibel ausgelegte 3-4 Defense umstellen. Auch deshalb war für Curry nicht zwingend mehr Bedarf.

Es wird in den kommenden Tagen und Wochen sicher noch zu weiteren, Cap-bedingten Rauswürfen von prominenten Vertretern dieser Sportart kommen. Wir halten euch auf dem Laufenden.