2019 Top 5 Prospects - Runningback

18.03.2019, 12:27 Uhr T.H. Draft

Nach mehreren Draftklassen in Folge, in denen wir sogenannte "Once-in-a-Generation"-Talente auf der Runningback Position hatten, bietet uns der Draft dieses Jahr keinen dieser Top-Prospects an.
In den späteren Runden jedoch sollten Teams ohne große Probleme passende Spieler für ihre jeweiligen Systeme finden, wenn sie nicht gerade einen Feature Back suchen, dem sie den Ball 25 mal pro Spiel geben können.

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Runningback

1. Josh Jacobs - Alabama

In der Draftklasse letztes Jahr wäre jemand wie Jacobs vermutlich wohl eher so an Platz vier oder fünf gerankt, was man ihm aber kaum zum Vorwurf machen kann.

Er war bei Alabama aufgrund der fantastischen Runningback Situation nie ein Workhorse Back, sondern teilte sich auch 2018 noch Snaps mit Damien Harris (der ebenfalls gedraftet werden kann) und Najee Harris. Das ist allerdings eher ein Pro-Argument für ihn, da er im Gegensatz zu anderen Backs deutlich weniger "Meilen auf dem Tacho" hat.
Er ist ein vielseitiger, smarter Runner, der durch gute Vision und eine effiziente Fußarbeit besticht. Kaum ein anderer RB in dieser Klasse geht so selten bei erstem Kontakt zu Boden und wurde so vielseitig eingesetzt wie Jacobs. Ob als Wildcat-QB und Returner eingesetzt oder als TE, H-Back oder Receiver aufgestellt, er machte Plays überall.

Abgerundet wird sein Skillset von seiner 3rd Down Tauglichkeit. Nicht nur kann er passblocken und die üblichen RB Routen laufen, Alabama setzte ihn des öfteren auch als echten Wide Receiver ein. Jacobs ist ein echter Three Down Back, für den jede Offense Verwendung finden sollte. Aufgrund seiner eher mittelmäßigen Workouts würde es uns aber nicht wundern, sollte er aus der ersten Runde fallen.

2. David Montgomery - Iowa State

David Montgomery macht Spaß!
In einem Iowa State Team, das außer ihm und Receiver Hakeem Butler kaum Waffen hatte, sorgte er immer wieder für Glanzmomente und spektakuläre Plays. Montgomery ist ein klassischer Big Back, der mit viel Power läuft und Haufen von Gegnern gerne noch mal vier Yards weiterschiebt, wenn er eigentlich schon gestoppt war. Dennoch fehlt es ihm keineswegs an Agilität und Flinkheit, denn seine wohlgetimten Cutbacks sind wirklich etwas fürs Auge. Durch seinen tiefen Schwerpunkt ist er nur schwer zu tacklen und sein Laufstil erinnert manchmal an eine Bowlingkugel, die von Verteidigern nur so abprallt.

Als Receiver wurde er nur bei Screens, Checkdowns und Shovel Pässen eingesetzt, was es nicht einfach macht einzuschätzen, wie sich dieser Teil seines Spiels in die NFL überträgt. Generell fehlt es ihm etwas an physischer Upside, da ihm die Endgeschwindigkeit abgeht. Dennoch sollte er recht früh ein überdurchschnittlicher NFL Starter werden.

3. Devine Ozigbo - Nebraska

Achtung, Sleeper Alarm!
Keine Ahnung, wieso Nebraska RB Devine Ozigbo nicht zur NFL Combine eingeladen wurde, er hätte es auf jeden Fall verdient gehabt.

Ähnlich wie Montgomery ist er ein Runner der schweren Gewichtsklasse. 2017 wirkte er in seinen Bewegungen, besonders seinen Cutbacks oft etwas umständlich, was ihm Zeit kostete, wenn er schnell die Richtung ändern musste.
In der letzten Saison sah er in der Hinsicht deultich verbessert aus. Ozigbos Fußarbeit war effizienter, spritziger und er ist ein ziemlich guter Athlet für diese Art Runningback. Zone- und Gap-Plays liest er zuverlässig und auch als Passempfänger wurde er nicht selten eingesetzt. In Pass Protection muss er noch an seiner Übersicht arbeiten, das müssen aber die meisten College RB's. Auch er sollte bei allen drei Downs auf dem Feld bleiben können.

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4. Miles Sanders - Penn State

Miles Sanders hat im College nur eine Saison als Starter für die Nittany Lions hinter sich, er saß nämlich eine ganze Weile hinter einem gewissen Saquon Barkley. Wer würde das nicht?

Sanders ist ein sehr spritziger Runner, der deutlich leichter, aber auch deutlich dynamischer als die oben genannten Backs ist. Er läuft nicht a la Adrian Peterson über Verteidiger drüber, er ist eher der Typ, der durch seine geringe Angriffsfläche an Tackles vorbeigleitet. Seine Jumpcuts erinnern manchmal an die seines ehemaligen Teamkollegen, denn er wechselt seine Laufrichtung extrem fluide und ohne Geschwindigkeitsverlust - ein hohes Kompliment. Auch im offenen Feld lässt er Gegner regelmäßig alt aussehen.

Am besten gefallen würde er uns in einer Rotationsrolle, denn seine Statur lässt mehr wohl nicht zu. Des Weiteren müssen Teams entscheiden, wie sie mit seinen Problemen in Pass Protection und Fumbling umgehen. Das könnte seine Rolle in der NFL limitieren.

5. Trayveon Williams - Texas A&M

Für eine ähnliche Rolle ist auch unsere #5 auf dieser Liste prädestiniert.

Das erste Spiel, das wir von ihm sahen, war gegen die Alabama Crimson Tide, bei der Texas A&M zerstört wurde. Williams sah am Boden kaum Land, präsentierte uns aber eine andere Qualität, die ihm in der NFL bereits früh Spielzeit verschaffen wird. Er ist ein exzellenter Passblocker. Ein ums andere Mal musste er im Eins gegen Eins Alabamas Linebacker blocken, die locker 30 Pfund schwerer sind als er und meisterte es mit Bravur. Trayveon Williams ist der Prototyp eines Receiving Backs, der in einer Teilzeitrolle brillieren und Defenses vor große Probleme stellen kann.