2019 Free Agency - Flop Moves

26.03.2019, 09:45 Uhr J.B. Free Agency

Bei den Top-Moves dominierten die Verpflichtungen defensiver Spieler. Da kommt es kaum überraschend, dass es bei unseren Flop-Moves genau andersrum ist. Hier sehen wir die offensiven Moves deutlich kritischer, was weniger an sportlichen, als vielmehr an finanziellen Gründen liegt. Besonders O-Liner haben unserer Meinung nach zu viel Kasse in dieser FA gemacht. Wobei man natürlich relativieren muss, dass wir die genauen Vertragsdetails nicht kennen, denn da gibt es doch einige Tricks, mit denen die Team arbeiten können und das teilweise auch tun.

Insgesamt muss man auch sagen, dass wir die Tops deutlich besser finden, als die Flops schlecht. Verstanden? Egal… los geht’s:

QB Nick Foles: Jacksonville Jaguars | 4 Jahre; $88 Mio.

Es war neben AB84 und Bell wohl die Story der Offseason bisher: Wohin geht St. Nick? Trotz Cap Issues wusste irgendwie jeder, dass es Jacksonville sein wird. Und so kam es auch wenig überraschend; die Verpflichtung und auch das Gehalt. Mögen tun wir das aber trotzdem nicht, denn was die Jaguars Verantwortlichen da machen nennt sich „zocken“. Darauf, dass das wahre Foles-Gesicht das vom NFC Championship Game und Super Bowl 2017 ist. Denn wir alle wissen, er kann auch ganz anders. Wir mögen Foles als Typen, aber wir haben weiterhin Zweifel an seiner Klasse außerhalb von Philly und außerhalb von Do-or-Die Spielen über eine ganze Saison. Ob das gut geht?

LB Kwon Alexander: San Francisco 49ers | 4 Jahre; $54 Mio.

Eigentlich ist Alexander ein sehr interessanter Spieler, der auch ganz gut nach San Francisco zu passen scheint, zumal man einen LB dringend brauchte. Doch auch hier müssen wir sagen, dass das klar overpaid ist, gibt es doch zu viele Fragezeichen hinter Alexander. Er ist nicht konstant in seinen Leistungen, verpasste sehr viele Tackles in seiner Karriere und kommt von einem Kreuzbandriss. Auch wenn nur $14,25 Mio. garantiert sind, halten wir die $54 Mio. für klar überteuert.

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TE Dwayne Allen: Miami Dolphins | 2 Jahre; $7 Mio.

Es gab Zeiten, da war Dwayne Allen noch eine der verlässlichsten Anspielstationen von Andrew Luck bei den Colts. Die sind lange vorbei. Letzte Saison fing er stolze drei Pässe in New England und auch in Sachen Pass Blocking war das nicht viel besser. Sorry, aber dafür sind sogar $3,5 Mio. im Jahr zu viel.

OT Bobby Hart: Cincinnati Bengals | 3 Jahre; $21 Mio.

Wir erinnern uns noch sehr gut, wie wir in gefühlt jeder Bengals Preview letztes Jahr die O-Line als Schwachstelle nannten und dabei auch der Name Bobby Hart fast immer fiel. Das FO scheint die nicht gelesen zu haben und verlängert den Vertrag mit einem schlechten O-Liner für $7 MIo. pro Saison im Schnitt. Ein viel besserer und flexiblerer Ty Nsekhe hat bspw. für ähnliches Geld in Buffalo unterschrieben.

OG Billy Turner: Green Bay Packers | 4 Jahre; $28 Mio.

Die Packers tauchen bei den Tops und auch den Flops auf. Der Guard-Need war eindeutig, dennoch gefällt uns dieser Deal nicht sonderlich, sehen wir doch eine klare Varianz zwischen den letzten Leistungen von Turner und seiner jetzigen Bezahlung. Hoffentlich hat man sich da von einer stärkeren zweiten Saisonhälfte von Turner in Denver nicht blenden lassen.

OG James Carpenter: Atlanta Falcons | 4 Jahre; $ 21 Mio.

Der dritte OL infolge. Die Falcons sind das dritte Team für Carpenter in neun Jahren NFL. Sein bestes Jahr hatte er 2015, seitdem geht es bergab mit seinen Leistungen, was in einer schwachen 2018er Kampagne in New York endete. Er gibt zwar nicht viele Sacks ab, aber wichtiger ist für einen Guard wohl das Run Blocking, wo er arge Probleme mit hatte. Nicht gut, für eines der schlechtesten Rushing Teams des Vorjahres und dann noch $21 Mio. dafür hinblättern? Come on, man!

TE Jesse James: Detroit Lions | 5 Jahre; $22,6 Mio.

Dass die Lions einen Tight End verpflichten ist absolut nicht verwerflich. Dass es Jesse James ist, grundsätzlich auch noch nichtmal. Aber doch bitte nicht für fünf Jahre und über $22 Mio. Der Ex-Steeler war bisher alles andere als ein konstanter, verlässlicher und produktiver Tight End. Sowohl in Receiving, wie auch Blocking ist James noch einiges schuldig, erst recht bei seinem neuen Gehalt. Klassischer Fall von overpaid aus Verzweiflung?!

OLB Anthony Chickillo: Pittsburgh Steelers | 2 Jahre; $8 Mio.

James verließ Pittsburgh, Chickillo bleibt in Pittsburgh; doch warum eigentlich? Okay, $4 MIo. pro Jahr hört sich nicht viel an, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist^^ Chickillo hat bisher nicht bewiesen, dass er ein verlässlicher Starter sein kann. Pressure und Passrush-Qualität hauen Keinen vom Hocker und sein Coverage ist eine Katastrophe. Als Tackler könnter er immerhin zu gebrauchen sein, da besteht Hoffnung. Dennoch, kein guter Value.

WR Golden Tate: New York Giants | 4 Jahre; $37,5 Mio.

Mit dem Trade von Odell Beckham Jr. wurde in New York der Rebuild ausgerufen. Kann man ja auch durchaus machen. Dann passt die Verpflichtung eines 30-jährigen, der letztes Jahr bei der Division-Konkurrenz überhaupt nicht funktionierte, für garantiert $23 Mio. aber irgendwie nicht ins Bild. Es geht wohl um Erfahrung für die jungen Kollegen und um Gesundheit/Konstanz im Vergleich zu OBJ. Dennoch für uns zu teuer oder zu lang.

OT Ja’Wuan James: Denver Broncos | 4 Jahre; $52 Mio.

Gut, wenn das kein Need ist, wissen wir auch nicht weiter. Dennoch steht dieser Deal der Broncos bei den Moves, die wir nicht gutheißen. Das liegt hier ausschließlich am Kosten-Nutzen-Verhältnis. James ist in seiner Karriere bisher ein solider, aber kein herausragender Tackle und hatte in 2015 und 2017 auch mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Letztes Jahr hat er dazu sieben Sacks zugelassen. Für uns ist das definitiv zu teuer.