Offseason Needs 2019

11.02.2019, 03:50 Uhr T.H. Free Agency

Zum Start in die Offseason knüpfen wir uns einmal die Needs aller NFL-Teams der Reihe nach vor, damit wir uns und euch einen kleinen Überblick darüber verschaffen können auf welchen Positionen sich die Franchises verstärken sollten. Die jeweiligen drei Teamneeds sind übrigens nicht zwingend in priorisierter Reihenfolge hier aufgelistet.

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AFC East

New York Jets: OT, WR, ED

Nach einer recht enttäuschenden Saison ist mit Adam Gase ein neuer Head Coach am Ruder, der die Karriere von #3 Overall Pick Sam Darnold in die richtigen Bahnen lenken soll.
Dazu wird er eine Menge an neuem Personal brauchen, um Darnold zu schützen und ihm das Footballspielen zu erleichtern. Die ganze Offensive Line benötigt einen Facelift, denn wirklich solide sind nur LT Kelvin Beachum und RG Brian Winters. Ein Tackle wäre ein Anfang, möglicherweise bereits mit dem dritten Pick im Draft.
Das Receiving Corps sieht abgesehen von Deep Threat Robby Anderson kaum besser aus. Rookie Deontay Burnett und Slot-WR Quincy Enunwa sahen in limitierten Snaps ganz okay aus, aber sich auf eine massive Leistungssteigerung von ihnen zu verlassen wäre fahrlässig. Mehr Talent muss her.
Auf der defensiven Seite des Balls herrscht ein kläffender Need auf Edge Defender. Das Innere der 3-4 Front mit Leonard Williams und Steve McLendon sieht gut aus, aber außen?
Weder Brandon Copeland noch Frankie Luvu sollten 2019 für die Jets starten.

Buffalo Bills: OT, WR, DT

Die Situation der Bills sieht durchaus ähnlich wie die der Jets aus. Rookie-QB, wacklige Offensive Line und ein noch sparsamer aussehendes Receiving Corps. Wenn Robert Foster dein bester WR ist, bist du in Schwierigkeiten. Zay Jones, Zweitrundenpick von 2017 hat sich als kaum produktiv erwiesen und danach hören sich die Namen der Bills Receiver eher nach einem Who-is-who der AAF an, anstatt NFL Qualität mitzubringen.
Die linke Seite der Offensive Line ist mit Tackle Dion Dawkins und Guard Wyatt Teller nicht schlecht besetzt, aber rechts von den beiden könnte jeder Starter problemlos durch eine Drehtür ersetzt werden. Da Tackles generell etwas wertvoller sind, sollten sie da anfangen.
Im Gegensatz zu den Jets sieht die Defensive durchaus vielversprechend aus. Gute Secondary und Linebacker, doch im inneren der D-Line schmerzt der Rücktritt von DT Kyle Williams. Nebenmann Star Lotulelei ist gut gegen den Lauf, aber ein dominanter Passrusher könnte Wunder für diesen Passrush wirken.

Miami Dolphins: QB, DT, DE

Bevor wir uns über das Supporting Corps des Dolphins Quarterback unterhalten könnten, bräuchten wir erstmal einen. Ryan Tannehill scheint in Miami auf dem Abstellgleis zu sein und einen langfristigen Ersatz für ihn zu finden, muss die größte Priorität für Neu-Coach Brian Flores sein, denn entweder du hast einen QB oder du hast keinen. Die Dolphins haben keinen.
Was für eine passende Überleitung, denn eine Defensive Line haben sie auch nicht. Cameron Wakes Vertrag läuft aus und selbst wenn sie ihn nochmals zurückbringen ist er mit 37 Jahren kein Gamechanger mehr. Charles Harris sieht nach einem Bust aus und Robert Quinn ist solide, nicht mehr. Zwischen den Edge Rushern im Inneren der Line sieht es nicht viel besser aus. Davon Godchaux ist ein starker Laufverteidiger, bietet dir aber kaum etwas im Passrush und außer ihm, gibt es da niemanden auf den man bauen will.
Auch das Innere der O-Line und das Receiving Corps könnten frisches Blut gebrauchen, aber man kann nicht alle Probleme in einer Offseason lösen.

New England Patriots: DE, DT, TE

Die Needs des mal wieder amtierenden Super Bowl Champions werden stark davon abhängen, was mit ED Trey Flowers passiert. Lassen sie ihn gehen, tut sich ein großer Need auf, denn Clayborn, Wise und Rivers sind allesamt keine schlechten Passrusher, wären aber ohne dominanten Nebenmann aufgeschmissen.
Auch die Qualitäten des DT-Corps liegen eher in der Laufverteidigung als im Passrush - nicht optimal für die heutige NFL.
Auf der anderen Seite des Balls sollten sie sich langsam aber sicher nach einem Nachfolger von Rob Gronkowski umsehen. Vielleicht hängt dieser noch ein Jahr dran, aber selbst in dieser Saison war er ein gutes Stück von seiner Bestform entfernt. Tom Brady liebt seine Option Routes über die Mitte und ein nächster gefährlicher Tight End würde ihm sicher gefallen.

NFC East

New York Giants: QB, OL, S

Es ist kein Geheimnis, aber die Zeit von Eli Manning neigt sich nun schon seit längerem dem Ende zu. Der Spielmacher der Giants ist bereits 38 Jahre alt und bringt keine guten Leistungen. Im Office der New Yorker sollte man sich bald nach einem Ersatzmann umsehen - eventuell schon im Draft an (spätestens) 6. Stelle. Ansonsten ist der Markt natürlich auch zugänglich, obgleich ein Mann für die Zukunft wohl eher weniger darunter ist.
Ein Stück weiter benötigt der mögliche Neue unbedingt bessere Protection als Eli. Dafür muss besonders die Position des Right Tackles angegangen werden, welche wohl die schwächste Stelle der O-Line darstellt. Auch die Guards waren nicht gerade überragend. Hier könnte man gut und gerne den ein oder anderen mittleren Pick für nutzen. Mit der aktuellen Line würde auch ein herausragender QB nicht viel bewirken.
Nicht zuletzt ist Landon Collins das Zünglein an der Secondary-Waage, denn der 25-jährige Safety ist ein großes Talent auf seiner Position. Er wird aller vorraussicht nach zum Free Agent werden, wenn sich die Giants dagegen entscheiden würden, ihn zu franchisen. Ihn zu ersetzen wäre alles andere als leicht, aber unbedingt notwendig, falls es dazu käme.

Washington Redskins: QB, S, WR

Wie beim Team aus dem Big Apple haben auch die Hauptstädter ein Quarterback-Problem. Nach der schweren Verletzung von Alex Smith, dessen Rückkehr nicht vorherzusagen ist, brauchen die Skins einen neuen Spielmacher, da Colt McCoy und Josh Johnson keine ausreichenden Leistungen liefern konnten. Die $40 Mio. Dead Money von Smith machen es natürlich auch nicht leichter, mit dem verfügbaren Geld zu arbeiten. Dennoch benötigt das Team einen Leader.
Am anderen Ende des Feldes entließ Washington letztes Jahr aufgrund von Stress im Locker Room D.J. Swearinger, was sportlich ein großes Loch in die Abwehr riss. Sein Safety Kollege Ha Ha Clinton-Dix könnte ebenfalls Free Agent werden, womit die Redskins dann sogar zwei neue Safeties benötigen würden. Die Verantwortlichen sind sicherlich schon auf der Suche - falls nicht sollten sie diese Position in ihre Bemühungen einschließen.
Last but not least haben die Skins schon länger keinen herausstechenden Wide Receiver im Roster gehabt. Kein Spieler hatte verganges Jahr mehr als zwei Touchdowns gefangen. Hier benötigt das Team einen wahren Playmaker, der mit dem neuen QB gut connectet und für Punkte sorgen kann.

Philadelphia Eagles: CB, RB, LB

Die größte Baustelle beim gefallenen Super Bowl Champion hat sich nicht geändert: das Team benötigt neue Cornerbacks. Über den Pass war die Eagles Defense über das ganze Jahr sehr anfällig. Rasul Douglas zeigte immer mal wieder sein Können, doch keiner der Spieler konnte über die Saison gesehen durchweg überzeugen. Noch dazu wird Ronald Darby aller Voraussicht nach Free Agent.
Neben diesem Need scheint der Ruf nach einem RB für einige Eagles Fans unberechtigt. Philly glänzte nicht gerade im Ground Game, vor allem im Vergleich zur vorherigen Saison. Doch die Vielseitigkeit über Josh Adams, Corey Clement, Wendell Smallwood und Darren Sproles hatte auch gewisse Reize. Sie schafften es aber nicht, kontinuierlich das Laufspiel zu etablieren. Außerdem ist nach Jay Ajayis Verletzung nicht klar, ob er überhaupt zu den Eagles zurückkehrt. Ein wenig die Fühler auszustrecken ist nicht verboten.
Nicht zuletzt wird heiß diskutiert, welcher Spieler Re-Signed werden sollte, um nicht in die FA zu rutschen, und LB Jordan Hicks ist hier bei einigen weit oben auf der Liste. Der Defender braucht aber dringend qualitative Unterstützung auf seiner Position. Falls das Team ihn ziehen lässt benötigen die Birds wohl sogar zwei neue gute Linebacker.

Dallas Cowboys: S, WR, DT

Die Cowboys konnten die Division letztes Jahr gewinnen, doch mit zehn Siegen spielten sie auch alles andere als perfekt. Vor allem die Safeties konnten 2018 kaum überzeugen. Hier findet sich die größte Schwachstelle im Team, denn Xavier Woods und Jeff Heath fingen gemeinsam nur drei Interceptions und haben sonst kaum was verhindern können. Bereits vergangene Offseason haben sie mal bei Earl Thomas ihr Interesse durchklingen lassen, vielleicht versuchen sie es erneut.
Einer der besten Moves der Saison gelang Dallas sicherlich mit der Verpflichtung von Amari Cooper, der super bei den Cowboys angekommen ist. Mit Ezekiel Elliott zusammen zeigen die Cowboys offensiv Gefahr, doch es fehlt an guten Alternativen. Cole Beasley wird womöglich das Team verlassen müssen, wonach Dallas einen weiteren starken Receiver benötigen wird.
Zurück zur Defense wird David Irving recht sicher nicht nach Texas zurückkehren und dafür zum Free Agent, und alle weiteren echten Defensive Tackles sind öfter verletzt als einsatzfähig. Für ordentlichen Druck und eine gute Defense benötigen die Cowboys dringend neue DTs, um wieder vorne mitspielen zu können. Besonders im relativ ausgeglichenen Osten lässt sich die Division nicht so einfach zwei Mal in Folge gewinnen.

AFC South

Jacksonville Jaguars: QB, WR, OG

Als einer der Super Bowl Favoriten gestartet und bis nach dem Sieg über die Patriots in Woche 2 auch „on track“, folgte die wohl größte Enttäuschung der ganzen Liga, was zumindest den Verantwortlichen die Augen öffnete.
Das erste oben aufgeführte Need kommt entsprechend nicht überraschend. Das Vertrauen in Blake Bortles scheint zurecht entgültig aufgebraucht, sodass ein neuer Signal Caller die wichtigste Personalie in dieser Offseason ist. Durch die Free Agency könnte man Richtung Tyrod Taylor, Ryan Fitzpatrick oder Nick Foles schielen, wobei letzterer wohl ziemlich teuer werden würde. Ob man im Draft diesen Jahres ein Talent für den direkten Erfolg finden kann, fragwürdig.
In der letzten Offseason ließ man zu allem Übel auch noch die beiden Allen-Receiver ziehen, auch wenn die woanders nicht wirklich überzeugen konnten. Moncrief, Lee und Westbrook sind aber wohl kaum die Antworten für eine produktive Offense, also muss Verstärkung her.
Auch mit dem dritten Need bleiben wir auf Seiten des Angriffs. Mal abgesehen von vielen Verletzungen der Starter, ist besonders die Position vom kommenden Free Agent A.J. Cann upragewürdig. Schließlich muss sich ein Quarterback auch wohlfühlen und gerade wenn er neu ist, ist Zeit umso wichtiger.

Tennessee Titans: ED, DT, WR

Erneut mit großen Ambitionen gestartet, mussten die Titans am Ende ein Enttäuschung erleben. Besonders Marcus Mariota konnte mal wieder nicht verletzungsfrei bleiben und auch nicht überzeugen. Seine Personalie wird aber wohl erst nächste Offseason in den Fokus rücken.
Also schauen wir hier und jetzt erstmal auf die Defense, die tatsächlich eine der besten Scoring-D’s war, und das ohne sonderlich will Pressure. Nur 39 Sacks brachte diese zustande und nun ist auch noch Brian Orakpo zurückgetreten und Derrick Morgan wird ggf. Free Agent. Ein OLB ist quasi ein Muss.
Auch bei dem zweiten Need bleiben wir noch auf dieser Seite des Balles, denn einer Abrissbirne wie Jurrell Casey würde Unterstützung in der Interior D-Line durchaus gut zu Gesicht stehen, zumal Bennie Logan alles andere als gut war. Das Front Office sollte nach einem ordentlichen Fels für die Nose Tackle Position Ausschau halten.
Mit dem offensiven Need haben wir es uns schwer getan. Guard oder Wide Receiver war hier die Frage. Beide wichtig, entschieden haben wir uns aber für den Skill-Player, und zwar einen vom Kaliber Speedster, was Corey Davis nicht ist. Taywan Taylor zwar schon, er ist aber eher der Situational Runner, der weniger für Bälle downfield vorgesehen ist. Genau so einer sollte das Playbook aber weiter öffnen können.

Indianapolis Colts: ED, WR, DT

Die vielleicht größte Überraschung der Saison kommt ebenfalls aus der AFC South. Was für ein Turnaround der Colts O-Line und auch der kompletten Defense ohne sonderlich große Namen. Riesen Lob an DC Matt Eberflus.
Dennoch braucht die elftbeste Verteidigung weitere Verstärkung, was man besonders gegen die Chiefs gemerkt hat. Denn besonders dort fehlte es definitiv am Pass Rush. Hier muss ein starker Edge Rusher her, der den gegnerischen Quarterback terrorisiert.
Damit es nicht so aussieht, als hätten wir bei den Titans abgeschrieben, wechseln wir mal die Seite und merken, dass ein zweiter Top-Receiver neben dem manchmal zu unrecht unterschätzten T.Y. Hilton und den starken Tight Ends diese Offense zu einer der gefürchtetsten der NFL machen könnte.
Jetzt wieder zurück zur Defense, wo wir uns schwer entscheiden konnten. Wenn Pierre Desir nicht gehalten werden kann, hat CB sicher Vorrang, aber wir sind hier mal guten Mutes aus Colts Sicht und addressieren deshalb die Line, die einen dominaten Spieler auf DT gebrauchen kann, der dazu noch weiter den Pass Rush durch die Mitte unterstützt. Der Draft soll dafür einiges bereithalten, haben wir gehört.

Houston Texans: OT, OG, CB

Der Gewinner der Division wurde in der Postseason vom Zweitplatzierten jäh gestoppt und wenn das Front Office in dieser Offseason nicht an einigen entscheidenden Stellschrauben dreht, könnte die kommende Saison sogar noch früher zu Ende sein. Diese findet man in der Offense ganz vorne und Defense ganz hinten.
Letztes Jahr hat man ganz klar verpasst die Offensive Line zu verstärken, was sich in 126 Hits und 62 Sacks an Deshaun Watson niederschlug, wobei davon einige fairerweise auch auf das Konto des Spielmacher selbst gingen. Dennoch, die Priorität muss die Position des Offensive Tackles haben, sodass hier nicht immer Extra-Pass-Protectors eingesetzt werden müssen, die downfield Optionen schmälern. Zwei OT’s müssen her und wenn wir schon dabei sind, käme auch ein weiterer Guard gerade recht, der die Interior-Line um Center Nick Martin stabilisiert.
Jetzt ab zur Secondary, die bei den Cornerbacks ggf. ein komplett neues Gesicht bekommen könnte. Jackson, Wright und Webster sind allesamt Unrestricted Free Agents, Joseph geht mit bald 35 in sein wohl letztes Jahr und Johnson liegt mit seinem Gehalt und den im Vergleich dazu schwachen und wenigen Leistungen schwer auf dem Cap Space. Wie ihr seht muss hier etwas passieren, am besten mit mindestens zwei fähigen CB’s.
So bleibt uns nichtmal Platz auf die WR zu schauen, wo jeder hoffen wird, dass Will Fuller und Keke Coutee verletzungsfrei durch die Saison kommen.

NFC South

Tampa Bay Buccaneers: QB, OL, S

Die Magie von QB Ryan Fitzpatrick und das Talent von QB Jameis Winston scheinen verflogen. Aktuell steht die sonnige Franchise aus Florida ohne richtigen Quarterback da, der eine erfolgsversprechende Zukunft sicherstellen kann. Winston hat nur noch ein Jahr Vertrag und könnte unter HC Bruce Arians noch eine letzte Chance erhalten. Der Routinier an der Seitenlinie wird sich wohl seine Gedanken machen, ob er über den Draft kein frisches Talent dazu holen sollte.
Außerdem gilt es die Lücken in der Offensive Line, vorallem auf der Position des Left Tackle, zu schließen. Donovan Smith wird ein Free Agent und seine Alternative ist der 34-jährige Demar Dotson. Die Protection war eine der Schwächen der abgelaufenen Saison und muss unbedingt adressiert werden. Ansonsten bekommt Winston gar nicht erst die Zeit, seine Qualitäten doch noch unter Beweis zu stellen. Man darf davon ausgehen, dass ein früher Zweitrundenpick in die O-Line investiert werden könnte oder man schon in der FA zugreift.
Blickt man auf die andere Seite des Balles, hat das Team vor allem in der Defensive Line einige Baustellen zu schließen und zu bearbeiten. Aber auch die Secondary muss dringend aufpoliert werden. CB Brent Grimes ist ein Free Agent, ebenso der häufiger verletzte S Chris Conte. Die Buccaneers brauchen einen kongenialen Partner für CB Vernon Hargreaves, sowie frisches Blut auf der Safety-Position. Die Secondary war in der abgelaufenen Saison immer eine dünn besetzte Baustelle und sollte über den Draft und die Free Agency angegangen werden.

Carolina Panthers: DE, OL, WR

Mit dem Karriereende von DE Julius Peppers und dem Aus von OLB Thomas Davis Sr. machen sich die Panthers vor allem im Pass Rush eine Baustelle auf. Diese muss dringend geschlossen werden, da DE Mario Addison sonst ziemlich alleine dasteht und die Sack-Rate von Peppers mit 39 Jahren ohnehin nachgelassen hatte.
Auch wenn die O-Line der Panthers in der vergangenen Saison einen überraschend soliden Job gemacht hat, müssen die Verantwortlichen hier nachlegen. Die Verpflichtung von OT Matt Kalil war ein Reinfall und OT Daryl Williams ist ein kommender Free Agent, genau wie Matt's Bruder und Center Ryan Kalil. Sollte sich QB Cam Newton wieder zu hundert Prozent regenerieren braucht er den Rückhalt seiner fünf Vordermänner, ansonsten steht der Offense ein unruhiges Fahrwasser bevor.
Denn nicht nur der O-Line mangelt es an Qualität, auch die Skill Positions sind im Moment fast ausschließlich von einem Mann abhängig: RB Christian McCaffrey. Leading Receiver und Leading Rusher – und das nicht mal knapp. Zwar hat Rookie-WR D.J. Moore gut performt, aber die Geduld bei WR Devin Funchess sollte abgelaufen sein. Seit dem Abgang von WR Steve Smith fehlt den Panthers der klare Mann für die wichtigen Pässe. Umso wichtiger wird es, eine neue Option zu schaffen um die ganze Last der Offense von den Schultern von McCaffrey und Newton zu nehmen.

Atlanta Falcons: CB, ED, LB

Die Entlassungen von CB Robert Alford und CB Brian Poole haben eine neue Baustelle aufgemacht in einer Secondary, die ohnehin einen neuen Anstrich vertragen dürfte. Sollte CB Isaiah Oliver den nächsten Karriereschritt hinbekommen, reicht es aber noch nicht für eine komplette Spielzeit mit dieser dünnen Personaldecke. Hier braucht es dringend Ergänzungen.
Ebenso im Pass Rush. Ohnehin wird man DT Grady Jarrett mit dem Franchise Tag belegen müssen, um ihn zu halten. Aber an seiner Seite braucht es mehr Power, denn auch LB Vic Beasley hat ordentlich abgebaut und könnte für einen Paycut in Frage kommen. Ob Routinier-LB Bruce Irvin nochmal zurückkehrt, ist offen. Umso wichtiger wird es für die Falcons diese wichtigen Positionen in der Defense mit frischem Spielermaterial zu füllen. Die Defense stellt die größte Baustelle für den versierten HC Dan Quinn dar. Die Offense stellt sich fast von selbst auf, aber auf der anderen Seite offenbarte die vergangene Saison, dass die Falcons dort weit entfernt von der Super Bowl 51 Saison sind. Es wird spannend zu beobachten sein, wie die Verantwortlichen diese Defense aufpolieren und mit neuen Reizpunkten versehen wollen.

New Orleans Saints: TE, DT, QB

Die Offense glänzt, könnte aber RB Mark Ingram in der Free Agency verlieren. Allerdings ist das nicht die größte Baustelle: Mit dem Karriereende von TE Benjamin Watson fehlt den Saints eine klare Anspielstation auf dieser Position. TE Josh Hill fungiert wesentlich besser als Blocker und ob TE Dan Arnold in diese Rolle als Starter wachsen kann, ist fraglich. Es fehlt einfach eine klare Nummer eins für jeden Snap.
In der Defense kann man überall neue Tiefe schaffen, vor allem in der Interior Defensive Line kann man sich noch breiter aufstellen und Alternativen finden, da DT Sheldon Rankins mit seinem Achillessehnenriss einige Zeit pausieren muss. Für die Rotation braucht es dort eine weitere Ergänzung zum Backup-DT Taylor Stallworth.
Der letzte Punkt: Quarterback. Was, wieso? Ganz einfach, QB Drew Brees spielte ein herausragendes Jahr, ist aber bereits 40 Jahre und so langsam sollte man sich um einen Nachfolger bemühen. Ob der verletzungsgebeutelte QB Teddy Bridgewater diese Rolle einnehmen kann, darauf kann man sich nicht verlassen. Früher oder später ist es an der Zeit, sonst verpasst man einen nahtlosen Übergang mit einem Kader, dessen Super Bowl Fenster immer noch offen steht.

AFC West

Oakland Raiders: Stadion, ED, S

In Oakland stehen alle Weichen in Richtung Neuanfang. Nachdem man als neuen Head Coach vor der Saison 2018 den Veteran Jon Gruden verpflichtete, soll es im Management des Teams nun Mike Maycock, ein Draft Experte und ehemaliger NFL Network Reporter, richten. Er ist der frisch ernannte General Manager der Raiders.
Die wichtigste Aufgabe für die Franchise in dieser Offseason: Ein eigenes Heimstadion für die Saison 2019 klären! Denn in Oakland dürfen die Raiders keine weiteren Spiele austragen und nach Las Vegas zieht das Team erst 2020 um. Nach einigen Absagen soll sich nun Alabama um den Heimsitz des Teams beworben haben. Man darf gespannt sein...
Spielerisch wird es wohl am wichtigsten einen dominanten Pass Rusher zu verpflichten. Nachdem man Khalil Mack nach Chicago tradete, gelangen dem Team armselige 13 Sacks. Schlechtester Wert der Liga mit 17 Sacks Abstand zum nächstbesseren Team. Ob man die gegnerischen QB´s nächste Saison mit einem Defensive End oder Outside Linebacker jagen will, ist prinzipiell egal, Hauptsache er bringt den Raiders wieder einige Sacks ein.
In Karl Joseph holte Oakland in der ersten Runde des 2016er Drafts einen vielversprechenden Free Safety. In seinen drei Saisons brachte er es aber nur auf drei Interceptions und 187 Tackles. Zu wenig für einen echten Playmaker. Die Verpflichtung eines echten Ball Hawks auf der FS Position ist ein absolutes Muss für diese Offseason.

Denver Broncos: CB, OL, WR

Es gibt zwei Probleme mit denen Denver in den vergangenen Jahren immer zu kämpfen hatte, wenn es um Offseason-Needs ging: Quarterbacks und schwächelnde Offensive Lines. Diese konnten immer mit einer recht guten Defensive ausgeglichen werden, nicht aber in der letzten Saison 2018.
Dies lag vor Allem an der schwächelnden Cornerback-Situation. Nachdem man Aqib Talib zu den Rams getradet hatte, hoffte man auf den ehemaligen First Round Pick Bradley Roby als Starter, doch dieser konnte seiner Aufgabe nicht gerecht werden. Chris Harris Jr. spielte wie seit Jahren sehr gut und schaffte es durch eine solide Saison mit drei Interceptions in den Pro Bowl, stand den Broncos aber durch eine Beinverletzung lange nicht zur Verfügung. Die restlichen Optionen Adam Jones, Tramaine Brock und Isaac Yiadom spielten unterdurchschnittlich. Um dieses Problem in den Griff zu kriegen muss Denver, möglicherweise mit dem 10. Pick im Draft, einen Playmaker auf der CB Position verpflichten.
Das dauerhafte Sorgenkind der Broncos, die Offensive Line, wird auch diese Offseason wieder ein großes Thema sein. In Matt Paradis hat man zumindest einen starken Center, wenn man den zukünftigen Free Agent denn halten kann. Ronald Leary und Connor McGovern, die Guards, sind aber eher durchschnittlich und beide verletzungsanfällig. Hinzu kommt, dass Left Tackle Garret Bolles, ein ehemaliger First Round Pick die in ihn gesetzten Erwartungen einfach nicht erfüllen kann. Er hält den Rekord für die meisten Holding Penalties eines O-Liners seit seinem Eintritt in die Liga. Kann man RT Jared Veldheer halten, hat man einen Veteranen, der ebenfalls häufig mit Verletzungen zu kämpfen hat. Sowohl in der Free Agency, als auch im Draft muss Denver beide Tackle und Guard Positionen sowohl qualitativ, als auch quantitativ stärken, um den frisch ergatterten QB Joe Flacco vor größerem Schaden zu bewahren.
Zuletzt muss General Manager John Elway auf der Wide Receiver Position für Nachschub sorgen. Nach der Trennung von Demaryius Thomas holte man im letzten Draft Courtland Sutton und DeSean Hamilton, die beide einiges Talent und Potenzial mitbringen. Um mehr Tiefe hinter diese beiden und den alternden Veteran Emmanuel Sanders zu bringen, muss auch diese Position in der Offseason adressiert werden, auch wenn bereits Gerüchte um eine Wiedervereinigung mit DT kursieren...

Los Angeles Chargers: ILB, OLB, QB

Die Los Angeles Chargers schafften es letzte Saison zum ersten Mal seit fünf Jahren in die Playoffs und konnten einen Sieg in den Wildcard Games gegen Baltimore erringen. Gegen den amtierenden Super Bowl Champ aus New England schied man dann aber aus. Dennoch sind die Chargers eines der derzeit personell bestbesetzten Teams der NFL. Auf keiner Position ist eine gravierende Not zur Erneuerung festzustellen.
Die gesamte Linebacker-Reihe könnte aber etwas Tiefe vertragen, denn man hat zwar exzellente Starter, doch als letztes Jahr Denzel Perryman, Jatavis Brown und Kyzir White Verletzungen zum Opfer fielen, die ihre Saison beendeten, fehlte es an qualitativen Backups und auch nachdem man Kyle Emmanuel vom Outside zum Inside Linebacker umfunktionierte, reichte dies nicht gegen das starke Laufsspiel der New England Patriots. Um dieses Problem zukünftig zu vermeiden, müssen einige solide Backups verpflichtet werden.
Ein weiterer Need: Ein Quarterback, der einen guten Backup für Rivers und einen möglichen Starter für die Zukunft abgibt. Zwar spielt Phillip Rivers mit 36 Jahren immer noch auf dem selben Niveau wie zu seiner Anfangszeit, als er Drew Brees vom Chargers Thron stürzte, die Frage ist aber: Wie lange noch? Und was wenn er sich einmal verletzt? Geno Smith, der derzeitige Backup, warf in seiner bisherigen Karriere 29 Touchdowns zu 36 Interceptions und ist keine sehr zuverlässige Option. In der Free Agency dürfte bis jetzt Trevor Siemian die wohl beste sein, gut ist er aber auch nicht unbedingt. Vielleicht schlägt Los Angeles ja unerwartet im Draft zu?

Kansas City Chiefs: S, CB, RB

Was für eine unglaubliche Saison hat denn bitte Kansas City hinter sich? Patrick Mahomes schlug ein wie eine Bombe, erzielte 50 Passing Touchdowns und wurde MVP in seiner ersten richtigen Saison als Starter. Offensiv lief es so gut wie beinahe noch nie. Defensiv jedoch war das Jahr ein wahres Desaster, auch wenn man durch die dominante Offense einen Sieg nach dem nächsten einfahren konnte und bis ins AFC Championship Game einzog. 405 Yards pro Spiel wurden zugelassen, was den zweitschlechtesten Wert der gesamten NFL darstellt. Was könnte dagegen helfen?
Ein neuer Leader in der Defense wird gebraucht, ein Playmaker mit exzellenter Vision, Übersicht und Turnoverfähigkeit, nach Möglichkeit auf der Position des Free Safetys. Schon vergangene Saison war Kansas wohl an Earl Thomas interessiert, bevor dieser sich verletzte. In dieser Offseason könnte er wieder ein potenzielles Ziel sein.
Auch ein starker Cornerback wird benötigt. Kendall Fuller ist definitiv ein solider Starter, doch auf der anderen Seite des Feldes ist die Zukunft ungewiss, vor Allem da Steve Nelson wahrscheinlich selber zum Free Agent wird. Dadurch könnte es durchaus sein, dass mehr als nur ein Corner in der Offseason erkämpft werden muss. Die CB´s Amani Oruawariye und Bryce Hall, von Penn State und Virginia sind in derzeitigen Mock Drafts heiße Kandidaten für den First Rounder der Chiefs.
Zu guter Letzt stellt sich die Frage nach einem zuverlässigen Runningback. Nachdem Kareem Hunt das Team aufgrund seines skandalösen Trittangriff auf eine junge Frau entlassen wurde, bleiben Kansas die Veteranen Spencer Ware und Damien Williams, allerdings ist keiner der beiden eine besonders zuverlässige Lösung. Im Draft gibt es einige potenzielle Starter, aber auch in der Free Agency. CJ Anderson von den Los Angeles Rams wäre eine Möglichkeit die nicht außer Acht gelassen werden darf, vielleicht hofft man aber auch auf Darrell Williams, der mit den Chiefs in seine zweite Saison gehen wird.

NFC North

Detroit Lions: ED, CB, LB

Es wird eine interessante Offseason für ein Team, dass mehr als nur ein paar Spieler von einer erfolgreichen Saison entfernt ist. Auch wenn es in der Offense bei den Passempfängern und auch in der Line Lücken vorhanden sind, sehen wir die größten Schwachstellen in der Defense.
Wenn Matt Patricia seine Philosophie umsetzen will, braucht er Leute, die die Fähigkeiten dazu haben. Als erstes wird er einen neuen Edge Rusher benötigen, denn damit steht und fällt einiges. Das war schon letztes Jahr der Fall und dieses Jahr wird wohl der getaggte Ezekiel Ansah Motown auch noch verlassen. Spätestens im Draft sollte es ausreichend Qualität auf der Position geben.
Dasselbe gilt auch für Linebacker, was eine weitere große Schwäche vergangene Saison war. Gerade in Sachen Coverage braucht die Unit dringend fähige Unterstützung.
Zuletzt auch noch in die letzte Ebene der Verteidigung. Bis auf Darius Slay hat Detroit auf Cornerback nicht viel zu bieten. Teez Tabor hat zwar noch alle Möglichkeiten sich zu entwickeln, aber mindestens ein weitere guter Corner muss her.
Erst dann kommen für uns weitere Needs auf Tight End, Wide Receiver, Guard und vielleicht auch Quarterback.

Green Bay Packers: ED, S, OG

Lange nicht mehr erlebte Situation in Wisconsin, denn letztmals durften die Packers 2009 in der Top10 draften. Doch auch über die Free Agency wird man den ein oder anderen Spieler an Land ziehen müssen, um wieder in die Regionen zu gelangen, die sich alle vorstellen.
Auch bei den Cheeseheads sehen wir den größeren Handlungsbedarf auf der defensiven Seite und starten genauso bei einem Edge Rusher, der wohl Clay Matthew ablöst, denn der einstige Top-Defender wird immer schwächer und kaum verlängert werden.
Es war eine Überraschung Ende Oktober, als die Packers Safety Ha Ha Clinton-Dix zu den Redskins tradeten. Nun wird es Zeit die aufgekommene Lücke wieder zu schließen.
Verlassen wir erstmals die Verteidigung und wechseln die Seite. Wide Receiver oder Guard war hier die Frage als drittes Need und wir haben uns für letzteres entschieden, denn auch wenn Randall Cobb die Packers verlässt, haben die Packers zumindest quantitativ die Alternativen. Wichtiger sehen wir hier den bestmöglichen Schutz von Aaron Rodgers. Auf Center und Tackle ist man in der Line gut aufgestellt, aber auf Guard würde Rodgers und auch den Runningbacks mehr Qualität gut tun.

Minnesota Vikings: OG, OT, LB

Das, was die Vikings in der vergangenen Saison gezeigt haben, war sicher eine der großen Enttäuschungen. Wie schon in 2018 bleibt auch in dieser Offseason die Offensive Line im absoluten Fokus, wenn es um Verstärkungen geht. Denn dieser ist es sicherlich auch zu einem Großteil zu verdanken, dass das Runninggame überhaupt nicht funktionierte. Dazu ein Ligahöchstwert von 227 erlaubten Pressures auf Kirk Cousins.
Man muss an der vordersten Linie deutlich physischer werden und es würde nichtmal schockieren, wenn man die komplette Line austauscht. Top-Priority liegt hier bei den Guards, wo man gleich zwei neue benötigt, denn sowohl Mike Remmers als auch Tom Compton erwiesen sich in keister Weise als verlässliche Säulen. Aber auch die Position des Left Tackles sollte für die Blind Side Protection neu besetzt werden. Sowohl über die Free Agency als auch in den vorderen Runden des Drafts sollte das Front Office bei der O-Line tätig werden.
Bleibt noch ein Blick auf die Gegenseite, wo Linebacker die wichtigste Position für Verstärkungen ist. Zum einen wird Anthony Barr wohl zum Free Agent und zum Anderen ist auch kein LB vorhanden, der in der Coverage gut eingesetzt werden kann.

Chicago Bears: K, CB, ED

Die Bears waren in der vergangene Saison sicher eines der komplettesten Teams der gesamten Liga. Es gab keine Position wo man definitv sagen konnte, dass dort besondere Qualität fehlt. Entsprechend schwierig war es Needs auszumachen, was man schon alleine daran erkennt, dass sich die Kickerposition bei den drei wichtigsten wiederfindet. Aber ganz ehrlich, Cody Parkey ist nach der letzten Saison kaum haltbar und mit einem nervenstärkeren hätte man wohl die Divisional Round erreicht. Seitdem Robbie Gould entlassen wurde, ziehen sich diese Problem durch die Spielzeiten Vielleicht kommt es ja ganz gelegen, dass Gould bald zum Free Agent wird.
Vom Special Teams zur Defense, wo wir mal davon ausgehen, dass die Bears Safety Adrian Amos halten, dafür aber in Bryce Callahan ein wichtiger Slot Cornerback das Team über die Free Agency verlassen könnte. Sollte das so kommen, muss dieser definitiv ersetzt werden.
Eigentlich wollten wir nun noch ein offensives Need bringen, aber da die Verantwortlichen noch im Januar mit RT Bobby Massie verlängert haben, bleiben wir doch bei der Defense, die nie genug gute Pass Rusher haben kann. Zumal Aaron Lynch ggf. weiterzieht und ein dritter Top-Mann neben Khalil Mack und Leonard Floyd böse für jeden Gegner wäre.

NFC West

Arizona Cardinals: OT, WR, DT

General Manager Steve Keim hat schon vor der Free Agency mit den Verpflichtungen von Safety DJ Swearinger und CB Robert Alford damit angefangen Lücken zu schließen, doch hui... den Cardinals fehlt es an vielem. Wie nicht anders zu erwarten, wenn das Team den #1 Overall Pick hält.
Das mit Abstand wichtigste ist jedoch Quarterback Josh Rosen eine bessere Situation bereitzustellen. Die Offensive Line muss runderneuert werden und hat nicht einen einzigen Starter, mit dem langfristig zu planen ist. Die Tackle Position auf der LT DJ Humphries das Jahr mal wieder auf der Injured Reserve Liste beendete, wäre ein guter Startpunkt.
Auch in sein Receiving Corps muss massiv investiert werden. Legende Larry Fitzgerald und Rookie Christian Kirk brachten zeitweise solide Leistungen, aber davon abgesehen sieht diese Depth Chart düster und leer aus. Wenn Rosen nicht beschützt wird und kaum Anspielstationen hat, wird das böse B-Wort mit vier Buchstaben bald über seinem Kopf schweben.
Auf der anderen Seite des Balls wäre ein Interior Passrusher eine gute Sache, um Star Chandler Jones zu entlasten. Robert Nkemdiche konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen, ein Upgrade muss her.

San Francisco 49ers: ED, S, WR

Sieben Turnover in 16 Spielen, lasst das auf euch einwirken. Die Defense der 49ers kreierte in der letzten Saison so wenige Turnover wie noch nie ein Team zuvor in der NFL Historie. Solche Rekorde stellt man normalerweise auf, wenn entweder die Passrush Unit oder die Secondary besonders schwach ist, bei den Kaliforniern waren es beide. Mal abgesehen von DT DeForest Buckner kreierte die Defensive Line kaum Druck auf den Quarterback und besonders von den Edge Defendern kam kaum Hilfe. Diesen Need haben die Niners nun schon seit einigen Jahren, in dieser Offseason müssen sie ihn angehen.
Die Secondary war, Richard Sherman mal außen vor gelassen, kaum besser. Beide Safety Positionen waren von Verletzungen geplagt und gegenüber von Sherman ließen sich CBs reihenweise verbraten. Wenn auf Free Safety jedoch ein kompetenter Starter gefunden werden könnte, wäre ein erster Schritt schon getan.
Die Offensive sollte merklich von der Rückkehr Jimmy Garoppolos und Jerick McKinnons profitieren, deshalb machen wir uns da weniger Sorgen. Dennoch würde ein Ersatz für den wohl abwandernden WR Pierre Garçon nicht schaden.

Seattle Seahawks: OT, OG, DT

Auch wenn uns die Seahawks in dieser Saison ziemlich überraschten und gerade ihre Offensive Line einen merklichen Schritt nach vorne machte, bleiben die Needs die gleichen.
Der Abgang von O-Line Coach Tom Cable war ein erster Schritt, doch personell muss dennoch nachgebessert werden. RT Germain Ifedi zeigte auch in seinem dritten Jahr in der Liga kaum eine Steigerung und auch für LG JR Sweezy sollte schleunigst ein Ersatz gefunden werden. Aber immerhin, die Tendenz weist in die richtige Richtung!
Auf Seiten von Pete Carrolls Spezialgebiet, der Defense, wurden beide Safeties qualitativ ersetzt und auch wenn das CB Corps nicht immer solide war, liegt der größte Need in der Defensive Line. DT Jarran Reed ist der einzige Spieler, der regelmäßig von innen für Druck sorgt und ihm sollte ein kompetenter Nebenmann zur Seite gestellt werden. Dabei gehen wir mal davon aus, dass mit DE Frank Clark verlängert wird, denn er ist für dieses Team kaum zu ersetzen.

Los Angeles Rams: OT, ED, S

Wie viele Needs kann ein Team haben, das es bis in den Super Bowl geschafft hat?
Nicht viele, was gut passt, da sie auch nicht viele Ressourcen zu Verfügung haben. Die größte Lücke würde sich auftun, sollte sich Veteran LT Andrew Whitworth dazu entscheiden seine Karriere zu beenden. Zwar wählten die Rams im letztjährigen Draft bereits Joseph Notebloom in der dritten Runde, doch noch haben wir kaum Anhaltspunkte ob er dieser Aufgabe gewachsen sein könnte. 78 Snaps sind kaum aussagekräftig.
Da FS LaMarcus Joyner nach einer Saison unterm Franchise Tag wohl kaum gehalten werden kann, ist auch auf der Position Bedarf.
Zu guter letzt das Schwierigste. Los Angeles fehlt es an Edgerushern. Dante Folwer brachte nach seinem Trade ordentliche Leistungen, aber sein Vertrag läuft aus und er sollte in der Free Agency mehr Geld machen können, als die Rams ihm bezahlen wollen. Samson Ebukam und John Franklin-Myers sind hier kaum die Lösungen.

AFC North

Cincinnati Bengals: OL, TE, CB

Eine enttäuschende und von Verletzungen geprägte Saison soll wieder gut gemacht werden. Die wichtigsten Positionen, in denen sich Cincinnati verbessern sollte, liegen sicherlich in der O-Line. Die beiden First und Second Rounder aus 2015, Cedric Ogbuehi und Jake Fisher, konnten die Erwartungen auf ihrer Tackle-Position bisher nicht erfüllen und werden zu Free Agents. Auch OG Clint Boling spielte nach guter Saison 2017 letztes Jahr nicht gerade herausragend, weshalb die Bengals dringend mehr Stabilität vor Andy Dalton aufbauen müssen. Waren übrigens auch schon letztes Jahr zwei unserer gewählten Needs; sollten die Verantwortlichen vielleicht mal lesen ;-)
Gehen wir etwas weiter nach außen sehen wir zwar sieben Tight Ends im Roster, doch neben dem leider dauerverletzten Tyler Eifert konnte lediglich C.J. Uzomah für ein wenig Aufsehen sorgen. Da Eifert leider ein Dauergast für die IR ist, wäre es notwendig, dass Cincy hier nicht nur für Quantität, sondern auch für Qualität sorgt.
Auf der anderen Seite des Balls benötigen die Orangenen neue Cornerbacks. Als eine der schwächsten Passverteidigungen der Liga sind die Außen natürlich nicht alleinverantwortlich, doch ohne eine einzige Interception im ganzen Jahr fehlt hier definitiv ein Playmaker, der bei gegnerischen Receivern Angst auslöst.

Cleveland Browns: DL, OLB, CB

Sieben Siege aus 16 Spielen lautet die für Cleveland beeindruckende Saisonbilanz, denn in den drei vorangegangenen Jahren schaffte man insgesamt vier W‘s aus 48 Spielen und erst zum zweiten Mal in den vergangenen elf Jahren gelangen den Browns sieben Saisonsiege. Und dann verpflichten sie neben Nick Chubb ganz aktuell auch noch einen gewissen Kareem H. für die RB-Position. Gefällt uns zwar nicht so, aber naja...
Selbstverständlich gibt es dennoch weiterhin einige Baustellen in Ohio, doch tatsächlich kaum mehr in der Offense, sondern primär in der Defense. In erster Linie benötigen Myles Garrett und Larry Ogunjobi unbedingt Verstärkung. Die beiden Verteidiger gehören mit 1.012 Snaps bzw. 930 Snaps zu den ligaweit aktivsten Defendern. Ein wenig Tiefe würden beide gut vertragen. Außerdem wäre ein weiterer guter und klassischer Pass Rusher von Nöten.
Die OLB Christian Kirksey und Jamie Collins spielen leider nur durchschnittlich. Besonders auffällig ist das bei Kirksey, dessen Leistungen ziemlich runter gegangen sind seit er mit einem großen Vertrag ausgestattet wurde. Ob die beiden ihre Position weiterhin ausführen werden, ist fraglich.
Als dritten Punkt brauchen die Browns einen weiteren guten Cornerback. Denzel Ward spielt hervorragend, doch benötigt Hilfe auf der anderen Seite. Seine Stärke und Qualitäten sollten dringend von einem adäquaten Partner komplettiert werden.

Pittsburgh Steelers: LB, OG, WR

Nachdem wir bereits letzte Saison darauf aufmerksam machten, dass die Steelers unbedingt einen Ersatz für den verletzten LB Ryan Shazier benötigen, hat sich das zur kommenden Saison noch nicht ausreichend geändert. Die beiden LB Vince Williams und Jon Bostic kommen lange nicht auf die Playmaker Qualitäten, die Shazier aufweisen konnte, weshalb sich die Verantwortlichen in Pittsburgh dieses Jahr nach einem guten Linebacker umsehen sollten.
Auf der anderen Seite des Balls benötigen die Schwarz-Gelben besonders neuen Schutz für Big Ben. Zwei der drei Guards, Ramon Foster und B.J. Finney, werden in der Offseason wohl zu Free Agents, weshalb hier für Nachschub gesorgt werden sollte. Einzig David DeCastro bleibt den Steelers sicher erhalten.
Außerdem bleibt das spannende Thema auf der WR Position. Wird Antonio Brown zurückkehren, oder findet sich ein neues Team für ihn? Mit JuJu Smith-Schuster besitzt Pittsburgh natürlich einen ebenfalls starken Receiver, der in seinem zweiten Jahr erneut für viel Furore sorgen konnte. Trotzdem fehlt ihnen ein weiterer guter Starting-Receiver. Eventuell können James Washington oder Ryan Switzer aber auch einen weiteren Schritt nach vorne machen.

Baltimore Ravens: ED, S, RB

Die Ravens konnten am letzten Spieltag ihre Division und damit die Playoffs klarmachen, doch bei den Männern aus Maryland gibt es trotzdem einigen Handlungsbedarf. Dabei ist wohl am wichtigsten, neue Edge Defender zu holen. OLB Za’Darius Smith und LB Terrell Suggs legten gemeinsam 116 Pressures hin und waren dafür mitverantwortlich, dass die Verteidigung Baltimores so gefürchtet war. Allerdings werden voraussichtlich beide Free Agents, womit die Ravens hier mindestens einen neuen Spieler holen sollten.
Etwas weiter hinten täte ihnen mehr Tiefe auf der Safety Position gut. Neben Eric Weddle, der zwar weiterhin grandios spielt, besitzt Baltimore nur zwei weitere Safetys. Außerdem gehört Weddle mit seinen 34 Jahren zum älteren Kaliber und wird wohl nicht mehr ewig auf diesem Niveau spielen. Es wäre ein guter Zeitpunkt neue junge Spieler heranzuziehen.
Nicht zuletzt muss auf der Laufposition was passieren. Lamar Jackson ist als Quarterback Top-Rusher der Ravens, gefolgt von Gus Edwards, der zwar solide spielte, aber kein RB1 scheint. Um Jackson zu entlasten und seine Wurfqualitäten zu verbessern wäre es nötig, einen ordentlichen Runningback zu verpflichten.