Cincinnati Bengals @ Pittsburgh Steelers - 16:24

24.10.2016, 06:20 Uhr J.B. Reviews

Die vielleicht härteste Rivalität momentan in der NFL. Alles wartete schon gespannt darauf, wer dieses Mal ausrasten würde, wer sich verletzen würde oder wer am Ende den sicher knappen Sieg herbeiführen würde. Aber wie natürlich immer, wenn alle mit äußerster Spannung rechnen, kommt es anders. So auch in diesem Spiel das, wie man so schön sagt, von Taktik geprägt war. Die Offense der Bengals kam nie wirklich in Tritt, mehrere Drives begannen innerhalb der eigenen 20-Yard Linie. Vor allem auf sein Running Game konnte sich QB Andy Dalton überhaupt nicht verlassen, die beiden RB Jeremy Hill und Giovani Bernard kamen zusammen auf gerade einmal 39 Yards Rushing. Bernard tat sich immerhin als Receiver hervor, aber da war er auch der einzige. Rookie-WR Tyler Boyd lieferte noch eine ansprechende Leistung ab, vom Rest war kaum etwas zu sehen. Vor allem Superstar A.J. Green war komplett abgemeldet.

So erklärt sich auch schnell, warum die Bengals bis zum vierten Quarter auf ihren ersten Touchdown des Spiels warten mussten und am Ende verdient verloren. Auf der anderen Seite wurde die Spielweise von QB Ben Roethlisberger einmal mehr deutlich. „Big Ben“ kam auf knapp 250 Yards durch die Luft mit drei Touchdowns, aber eben auch zwei Interceptions. Die Steelers Offense funktionierte trotz weniger Passing Yards deutlich besser als die der Bengals, was vor allem an RB DeAngelo Williams lag. Der Veteran, der momentan seinen zweiten Frühling erlebt, lieferte erneut eine starke Leistung ab. Für die Bengals bleibt festzuhalten, dass die Rückkehr von TE Tyler Eifert gar nicht früh genug kommen kann, und dass das Runninggame dringend zu alter Form finden muss. In Pittsburgh dürfte die Laune deutlich besser sein, die Bilanz ist makellos und die Steelers erhalten in zwei Wochen noch RB LeVeon Bell nach seiner Suspendierung zurück.

Player of the Game: RB DeAngelo Williams - Pittsburgh Steelers