Cleveland Browns @ Pittsburgh Steelers - 13:20

01.12.2019, 12:39 Uhr P.L. Reviews

So schnell sieht man sich manchmal wieder in der NFL. Vor 17 Tagen stieg das letzte Spiel der Browns gegen die Steelers, jetzt trafen die beiden erneut aufeinander. Und das nach dem wirklich unschönen Ende des letzten Matchups. Gut, dass keiner der Hauptbeteiligten mehr auf dem Platz stand. Mason Rudolph wurde zurecht für Rookie Devlin "Duck" Hodges auf die Bank gesetzt, Myles Garrett und Maurkice Pouncey saßen nicht minder verdiente Strafen ab. Große Liebe zwischen den verbliebenen Akteuren war aber dennoch nicht zu erwarten. Umso schöner, dass sich aber alle im Rahmen eines Division-Spiels im Griff hatten.
Achso, unglaublich wichtig war das Spiel auch. Denn mit einer Niederlage wären die Browns quasi sicher aus dem Playoff-Rennen raus, bei den Steelers wäre das wohl ähnlich gewesen.

Los ging es mit QB Baker Mayfield und seiner Offense, die ja in den letzten Wochen immer besser funktionierten. Diesen Trend setzten sie fort, auch wenn es nur zu einem Field Goal aus 31 Yards reichte. Aus Hodges erstem Drive wurde nichts, aus den beiden folgenden auch nicht. So hatten dann die Browns wieder den Ball. Diesen brachte RB Kareem Hunt bereits im zweiten Quarter nach einem kurzen Pass von Mayfield über 15 Yards in die Endzone und liesß dabei einige Steelers Verteidiger aussteigen.
Auch die Offense der Hausherren kam dann langsam in Tritt und WR James Washington machte mit einem tollen Catch bei einem Free-Play erstmals auf sich aufmerksam. Am Ende versenkte Kicker Chris Boswell das Leder aus 39 Yards zwischen den Stangen. Nach einem Punt der Browns machte Washington sein nächstes herausragendes Play. Bei einem tiefen Pass von Hodges wurde er, bevor der Ball ihn erreichte, zu Boden gerissen, fing ihn aber trotzdem und besorgte so den Ausgleich. Die fällige Flagge konnte man ablehnen. Cleveland musste dann einen echten Schock-Moment überstehen, denn Mayfields Handgelenk traf nach einem Pass den Helm von Steelers-OLB Bud Dupree. Für das letzte Play der Halbzeit kam dann Garrett Gilbert ins Spiel, es passierte aber nichts mehr.

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Mayfield konnte zum Glück aber weiter machen, doch trotzdem bekamen zunächst die Steelers den Ball. Das nutzten sie dann auch aus, Rookie-RB Benny Snell fand aus einem Yard Entfernung den Weg in die Endzone; zum ersten Mal in seiner NFL-Karriere. Die Steelers spielten übrigens ohne ihren Starting-RB James Conner und besten Receiver JuJu Smith-Schuster. Aber wie so oft dieses Jahr machte dann einfach die Defense die Plays. Diese Woche war es an Bud Dupree, das zu tun. Er sackte Mayfield, schlug ihm den Ball aus der Hand und DE Cam Heyward sicherte ihn.
Die Steelers kamen in Q4 bis kurz vor die Endzone der Gäste, brachten aber nur ein Field Goal aus 29 Yards zustande. Wenig später konnten auch die Browns das Leder durch die gelben Stangen kicken, Austin Seibert verkürzte aus 34 Yards. Es folgte der erste Fehler von Hodges. Bei einem tiefen Pass brach WR Diontae Johnson seine Route ab, der Ball flog dementsprechend weit über seinen Kopf in die Hände von DB Terrance Mitchell. Die Browns verloren jedoch Yards, anstatt welche zu gewinnen. Sie taten dann so, als würden sie ein Field Goal versuchen, punteten aber. Dabei landete der Ball an der 1-Yard Line, allerdings berührte ein Browns-Spieler diesen wohl, während er in der Endzone war. Das hätte einen Touchback gegeben und den Ball an die 20 gebracht. Nach Challenge stand der Call aber. Die Steelers kamen aus dem Schatten ihrer Endzone hinaus, mussten aber mit 1:45 auf der Uhr nochmals punten. Mayfield war dann stark unter Druck und hielt dem nicht stand. Ausgerechnet der ehemalige Browns-CB Joe Haden beendete das Spiel mit einer Interception. Hodges durfte dann abknien und ist 2-0 als Starter.

Fazit

Das wird es wohl gewesen sein für die Browns. Mit 5-7 wird es sehr schwer noch die Playoffs zu erreichen und ehrlich gesagt haben sie sich das nach dieser Saison auch nicht verdient. Pittsburgh verschlief das erste Quarter, wachte offensiv dann auf und konnte sich auch wie gewohnt auf eine sehr starke "D" verlassen. Devlin Hodges warf einige schöne Pässe und versuchte es auch immer tief. Das fehlte mit Mason Rudolph komplett, sodass der Rookie ein deutliches Upgrade ist. Er muss auch wohl nicht mehr tun, als den Ball zu halten und ein paar Punkte zu erzielen, den Rest macht die Defense; so der Plan. Ob er viele Punkte aufs Board packen kann, wenn er muss, wird sich zeigen. Jedenfalls sind die Steelers voll im Playoff-Rennen dabei.

Player of the Game: WR James Washington - Pittsburgh Steelers: 4 Rec | 111 Yds | 1 TD