Cleveland Browns @ San Francisco 49ers - 3:31

02.10.2019, 09:44 Uhr P.L. Reviews

Während sich die 49ers bisher die ganze Saison auf einem Hoch befanden und dazu dank zu früher Bye Week auch noch ausgeruht in die Partie Montagnacht gehen konnten, musste sich die Spielzeit der Gäste aus Ohio zunächst entwickeln, schien nach einem sehr überzeugenden Sieg über die Ravens aber auf dem richtigen Weg und hatte sich auch in San Francisco etwas Zählbares ausgerechnet. Von dem war man am Ende aber weit entfernt.

Für die heimischen 9ers begann es schon vor dem Spiel gut, als DT D.J. Jones seiner Freundin erfolgreich einen Heiratsantrag an der Seitenlinie machte. Und auch im Spiel lief von Beginn an alles am Schnürchen. Die Browns gingen trotz erfolgreichem ersten Pass eines ansonsten wieder unauffälligen OBJ früh vom Feld, was auch RB Matt Breida im Anschlussdrive tat, da er mit dem ersten Play 83 Yards straight in die Endzone der Gäste lief. QB Baker Mayfield stand dem in seinem zweiten Versuch in nichts nach, wobei der Grund, dass er sofort wieder vom Turf kam, deutlich negativer war. Er ging direkt tief auf Rückkehrer WR Antonio Callaway und wurde von CB Richard Sherman interceptet. Das brachte zwar zunächst nichts ein, wenig später stellten die Gastgeber aber dennoch auf 14:0, da HC Kyle Shanahan sein ganzes Repertoir mit Reverses und TE-Runs auspackte und QB Jimmy Garoppolo Breida dieses Mal zum Touchdown per Pass fand. Ein Stripsack an Mayfield hätte das Ergebnis im ersten Viertel noch schlimmer aussehen lassen können, doch K Robbie Gould verpasste aus 47 Yards.
Immerhin, über zwei lange Receptions durch WR Jarvis Landry kamen die Browns durch ihren Kicker Austin Seibert aufs Scoreboard. Das sah kurz nach einer Initialzündung aus, da Cleveland nach einem 37-Yard Run durch RB Nick Chubb plötzlich an die Endzone anklopfte, Mayfield hatte aber keinen guten Tag erwischt und wurde erneut beim Versuch Callaway zu erreichen von CB K'Waun Williams gepickt, der das Ei von der 2 bis an die 49 der Browns zurücktrug. Der Wurf war zwar deutlich zu tief, ein guter Receiver fängt den aber trotzdem locker zum Touchdown, sodass der Pick zu mehr als 50% auf Callaway ging, der ohne Catch bleiben sollte. Läufe von Breida, Raheem Mostert und Tevin Coleman sorgten dann quasi im Alleingang für den dritten Touchdown durch Letztgenannten. Gould vergab vor der Pause dann auch noch aus weiten 52 Yards, sodass es mit 21:3 in die Pause ging.

Werbung/Affiliate

Man konnte auch in der Folge richtig sehen, wie diese deutliche Führung den 49ers entgegen kam, die natürlich merkten, dass die Browns an diesem Abend, ähnlich wie die Ravens letzte Woche, einfach keinen Zugriff auf das Laufspiel bekamen. So musste Garoppolo gar nicht viel mehr als eine solide Partie zeigen, um seine Offense am Leben und die Uhr am Laufen zu halten. Offensiv mussten die Browns dann natürlich eher auf die Effektivität der Pässe setzen, was für einen schwachen Mayfield hinter einer ebenso schwachen Line, die sich mit ständigem Druck überwiegend vom überragenden Rookie-DE Nick Bosa konfrontiert sah, ein hoffnungsloses Unterfangen war. So kam von den Gästen auch gar nichts mehr..., erst recht nicht, nachdem TE George Kittle mit dem ersten Drive von Hälfte 2 per 22-Yard Reception weiter erhöhen konnte. 15 Plays, 82 Yards und siebeneinhalb Minuten Dauer des nächsten 49ers Drive bestätigen die o.g. Dominanz. Übrigens konnte dieser Drive nicht mit Punkten gekrönt werden. Gould war sich aus 32 Yards diesmal sicher, dass er endlich seinen ersten FG-Try versenken würden, allerdings bekam nun CB Tavierre Thomas zum Block seine Finger dazwischen. Wir sollten hier vielleicht erwähnen, dass die Kicking-Probleme viel mit dem neuen Long Snapper Garrison Sanborn zu tun haben, der bereits der dritte in dieser Saison ist.
Das Spiel plätscherte anschließend im letzten Abschnitt mehr oder weniger vor sich hin. Die Browns konnten nicht und die 49ers musste nicht mehr. Gould konnte man dennoch sein Erfolgserlebnis auflegen, der schlussendlich noch auch 44 Yards zum Endstand versenken konnte. Cleveland ging hier in jedem Drive 3&Out.

Fazit

Bei der Eindeutigkeit des Spielverlaufs fällt auch das Fazit eindeutig aus. Die San Francisco 49ers waren den Cleveland Browns an diesem Tag in allen Belangen überlegen und fahren einen nie gefährdeten und absolut verdienten Heimsieg ein, sodass sie weiter unbesiegt die NFC West anführen. Ein solider Jimmy G., eine nicht zu stoppende Rushing-Attack und eine nicht zu überwindende Defense waren die Hauptfaktoren für diesen Kantersieg. Die Browns ließen im Gegensatz zur Vorwoche all das vermissen und ergaben sich in ihr Schicksal. Mayfield hatte eine Completion Percentage von unterirdischen 36%. Das muss gegen das nächste NFC West Team aus Seattle, immerhin zuhause, besser werden. Für die 49ers geht es gen Süden gegen ihren Divisionrivalen as LA.

Player of the Game: Rookie-DE Nick Bosa - San Francisco 49ers: 4-0 T-A | 2 Sck | 5 QBH | 1 FF | FRec