Detroit Lions @ New Orleans Saints - 28:13

05.12.2016, 06:09 Uhr J.B. Reviews

Wenn die Lions auf die Saints treffen, dann duellieren sich zwei Teams mit ähnlichen Voraussetzungen und man darf getrost von vielen Punkten ausgehen. Schlussendlich waren es aber dennoch weniger als erwartet; besonders auf einer Seite.

Die ersten Punkte kamen per Field Goal von K Matt Prater auf das Scoreboard bei den Lions. Diese waren insgesamt das bessere Team und konnten die Führung in der Folge mit dem ersten Touchdown des Spiels durch QB Matt Stafford auf RB Theo Riddick ausbauen. Die eigentlich beste Offense der Liga um QB Drew Brees blieb weit unter ihren Möglichkeiten. Sie wachte erst Sekunden vor der Pause auf und kam insgesamt auf magere sechs Punkte durch K Will Lutz in den ersten 30 Minuten. Ganz anders die normalerweise erst hinten heraus starken Lions. Stafford verfehlte nur vier seiner 23 Würfe und führte seine Farben souverän und gewohnt ohne sonderliche Laufunterstützung über das Feld. Detroit musste sich aber die heutige Redzone TD-Schwäche ankreiden lassen, denn es konnten abermals nur drei Punkte durch Prater erzielt werden. Eigentlich sind die Lions das beste Team in der Redzone. Doch so ging es mit 13:6 in die Pause.

Selbes Spiel in Hälfte zwei. Ein starker Lions Drive nahm sein Ende in der Redzone. Prater blieb nervenstark und besorgte die nächsten drei Punkte. Es schien als würden die Lions ausnahmsweise mal kein 4th Quarter Comeback benötigen. Bei allen (!) elf Spielen zuvor lagen sie nämlich zu Beginn der finalen 15 Minuten zurück. Denn der Saints Motor stockte weiter als Brees eine Interception unterlief. Wir müssen wohl nicht erwähnen, dass die Lions darauf an der 9-Yard Linie gestoppt wurden und wer die anschließenden drei Punkte besorgte. Es stand also 19:6 mittlerweile. Kein sicherer Vorsprung, erst recht nicht wenn ein Drew Brees auf der Gegenseite steht. Denn ähnlich wie kurz vor der Pause fand er seine Receiver auf einmal wieder, was FB John Kuhn am Ende nutzen konnte. Stafford hatte aber keine Lust ein Comeback auch mal von der anderen Seite aus zu betrachten. Eine Bombe auf den starken WR Golden Tate für 66 Yards stellte den alten Vorsprung schnell wieder her und Prater durfte kurze Zeit später auch mal zeigen, dass er aus der Ferne treffen kann. 15 Punkte voraus, bei noch sechs Minuten auf der Uhr und bei allem Lob für Stafford ist nun auch mal die Lions Defense dran. Unabhängig von der zweiten und auch noch dritten Interception von Brees spielten die Verteidiger ein überragendes Spiel und erlaubten es der besten Offense der NFL nie in den Rhythmus zukommen.

Es blieb dabei. Die Lions überraschen weiter und grüßen vom Gipfel der NFC North. Und New Orleans? Theoretisch noch alles möglich, praktisch aber ziemlich unwahrscheinlich.

Player of the Game: QB Matthew Stáfford - Detroit Lions: 30/42 | 341 Yds | 2 TD