Green Bay Packers @ Dallas Cowboys - 34:24

02.10.2019, 09:39 Uhr P.L. Reviews

Hatten wir nicht versprochen, dass es immer spektakulär wird, wenn die Packers auf die Cowboys treffen? Nun, die beiden Teams hielten ihr Versprechen. Wobei, über weite Strecken tat das vor allem eines. Aaron Rodgers kam jedenfalls mit einer Niederlage im Gepäck nach Dallas, die wegen einer Interception kurz vor Schluss auch auf seine Kappe ging und auch Cowboys QB Dak Prescott hatte seinen Anteil an der Niederlage in New Orleans. Beide Spielmacher hatten also etwas gutzumachen und die Cowboys wollten Rodgers dritten Sieg in Serie im AT&T Stadium vor den Augen von Ex-Präsident George W. Bush verhindern. Bereits im Vorfeld angesprochen hatten wir die Duelle von O-Line und D-Line auf beiden Seiten und das Laufspiel, dass die Packers "D" unbedingt stoppen und die "O" etablieren musste. Tatsächlich sollten diese Punkte entscheiden.

Sonderlich lange beobachten durften wir die Offense der Packers zu Beginn nicht, denn nach nur drei Plays schwang J.K. Scott sein Bein zum Helm beim Punt. CB Jaire Alexander schwang sich dafür dann schnell zum Helden der Gäste auf. Er wurde zwar eigentlich von Star-WR Amari Cooper in Man Coverage ordentlich vernascht, Prescott warf den Ball aber leicht in Coopers Rücken, der ihn beim Fangversuch hochschlug. Der junge Corner fing ihn reaktionsschnell und trug ihn bis an Dallas 47. Dann begann die Aaron-Show. Nicht Rodgers, sondern Jones. Mit drei Runs, dem letzten über 18 Yards, brachte er im Alleingang den ersten Touchdown aufs Bord. Nach einem Punt der Cowboys machte er da weiter, wo er aufgehört hatte: ein paar Runs und tiefe Pässe auf TE's und Jones erzielte aus drei Yards TD Nummer 2. Apropos 2; Prescott warf im nächsten Drive mit einem erneut schlechten Pass Pick Nummer 2, diesmal auf Chandon Sullivan. Green Bay kam wieder in die Redzone, da aber über ein Field Goal aus 20 Yards nicht hinaus. Ein solches versuchten dann auch die Cowboys aus 54 Yards, Brett Maher schoss das Ei aber rechts neben die Stangen. Mit der guten Feldposition wusste Green Bay nichts anzufangen und ohne weitere nennenswerte Highlights ging es in die Kabinen.

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Dallas kam dann schwach aus selber wieder hinaus. Zunächst ein 3&Out der Offense, dann Touchdown Nummer drei für Aaron Jones, diesmal aus fünf Yards und einigen guten Pässen im Drive. Die Cowboys kamen dann endlich mal in die Redzone, da wurde Dak Prescott aber von Za`Darius Smith gesacked. Mahers Kick aus 36 Yards war dann immerhin gut. Beim nächsten Drive folgten gute Pässe und eine PI für 39 Yards von Anthony Brown gegen Marquez Valdes-Scandling, die auch nach Challenge stand: Brown hatte nie zum Ball geguckt, richtiger, wenn auch bitterer Call. Aus einem Yard erzielte Jones dann TD Nummer 4: so viele hatte nur ein einziger Packers Spieler zuvor - Jim Taylor im Jahr 1962 aber noch nie jemand gegen die Cowboys. Danach zeigte Prescott aber mal sein Talent, fand stark unter Druck doch noch Michael Gallup für 40 Yards und einen TD. Wenig später bekam er den Ball erneut. Kurz vor der Endzone schien es, als habe er Pick Nummer 3 geworfen, aber eine Strafe gegen Za´Darius Smith verhinderte das. Elliott bestrafte das dann aus zwei Yards. Dallas "D" stoppte Rodgers erneut nach drei Plays, nur eines brauchte dann aber die der Packers für den Stopp. Kevin King diesmal aber wirklich mit Pick Nummer 3, er hatte vorher jedoch massiv an Gallup gearbeitet. Aber keine Strafe und Dallas hatte keine Challenges mehr. Crosby kickte das Ei aus 38 Yards durch die Stangen, ehe Prescott Cooper für einen 53 Yards TD fand, der mehrere Tackles brach. Prescott brachte seine Mannen dann erneut in die Redzone, nach einem False Start verschoss Maher aber aus 33 Yards und jede Chance auf ein Comeback war passé. Rodgers musste dann nur noch aufs Knie gehen.

Fazit

Aaron Rodgers gewinnt sein drittes Spiel in Folge in Dallas, hatte daran aber einen ungewohnt kleinen Anteil nach beeindruckenden Comebacks in den letzten Jahren. Erneut startete Green Bay richtig stark, flachte dann aber massivst ab und gab schon wieder dem Gegner eine Chance auf ein Comeback. Ein schwacher Prescott und noch schwächerer Maher verhinderten das aber. Die Defense schaffte es aber endlich, das Laufspiel zu stoppen, und das gegen einen Top-RB und eine der besten Lines der NFL. Die eigene O-Line riss teils riesige Löcher für Jones, der diese dann auch sehr eindrucksvoll nutzte und diverse Verteidiger aussteigen ließ. Rodgers geriet gegen Ende des Spiels noch einige Male in Wortgefechte mit HC Matt LaFleur, was die Gerüchte um die schlechte Beziehung der beiden zueinander sicherlich anheizen wird. Wir wissen nicht, wie es hinter den Kulissen aussieht, sind aber immer wieder von LaFleurs Unfähigkeit zu adjusten verblüfft. ARod wohl auch.

Player of the Game: RB Aaron Jones - Green Bay Packers: 19 Car | 107 Yds | 4 TD | 7 Rec | 75 Yds