Green Bay Packers @ Philadelphia Eagles - 27:13

02.12.2016, 04:23 Uhr J.B. Reviews

Für beide Teams galt, dass sie unbedingt gewinnen mussten und dass sie ihre Schwächen würden kaschieren müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Dies gelang vor allem den Eagles im ersten Quarter gut. Während die Packers darauf hoffen mussten, dass ihre "D" sie nicht wieder aus dem Spiel kegelt, brauchten die Eagles gutes Play ihrer Receiver. Daher gab es von Anfang an viel 13 Personal, also 1 RB, 3 TE, 1 WR, da die Tight Ends die besten Passempfänger der Eagles sind dieses Jahr. Das soll nicht heißen, dass die Eagels den Anfang dominierten. Beide Teams waren zu diesem Zeitpunkt noch ungefähr gleich auf, aber während die Packers das zeigten was sie eigentlich immer können - eine marschierende Offense ohne Laufspiel außer in Form ihres Quarterbacks - machten die Eagles etwas anders und das zunächst recht erfolgreich. Aber bevor sie damit anfangen konnten, mussten sie einen TD durch Aaron Rodgers und WR Devonte Adams hinnehmen. Beim esten Drive der Eagles marschierten diese über Rookie-QB Carson Wentz und WR Dorial Green-Beckham voran, aber man merkte schon, dass das Laufspiel kein großer Faktor werden würde. Rookie-RB Wendell Sallwood ist eben kein Ryan Mathews, der verletzt fehlte. Aber zum Glück ist ja auch Carson Wentz gut zu Fuß und er übernahm den ersten TD der Adler einfach selbst.

Im zweiten Quarter konnten die Packers zuerst punkten. Nach einem wunderschönen TD-Pass von Rodgers, wieder auf Adams, stand es 14:7. Die Eagles schafften noch ein Fieldgoal und mit 14:10 ging es in die Kabine.

Von hier sollten die Packers sich nicht mehr einholen lassen. Dabei half auch, dass sie es schafften ihre Problemzone wirklich gut zu kaschieren. Die Secondary der Packers erlaubte den Passempfängern der Eagles kaum Seperation und es gab beständig Druck auf QB Carson Wentz. Dieser schien dauernd um sein Leben zu rennen, während sein Gegenpart sich teilweise vor dem Wurf noch ein Spiegelei hätte braten können. Auch wenn dem geneigten Beobachter das ein oder andere Holding oder Offensive Pass Interference auffiel das die Schiedsrichter (die leider insgesamt wirklich keinen guten Abend erwischt hatten) nicht für bestrafungswürdig erachteten, war das was da an Druck kam zu wenig für die hoch gelobte Front Seven der Mannen in Midnight Green und Schwarz. Gerade ein DT Fletcher Cox wird sich fragen lassen müssen, ob seine Statistiken in diesem Spiel (0-1 T-A) und dieser Saison 60 Millionen Dollar wert sind.

Und was passiert, wenn Aaron Rodgers Zeit hat? Richtig, er dreht einen State Farm Werbespot. Nein, natürlich nicht: er findet seine Receiver und zerlegt eine Defense. Ganz so schlimm kam es zwar nicht, aber zwei Fieldgoals und noch ein TD reichten, um die Eagles mit ihrer Offense, in der nur Wentz und WR Dorial Green-Beckham wirklich ordentlich spielten, auf Abstand zu halten. Wie kam der TD der Packers zustande? Durch einen, Achtung jetzt kommt es... Laufspielzug! Ja genau, in Woche 12 schaffte es also der erste Green Bay Packer in der Saison 2016 den Ball per Laufspiel in die Endzone zu bringen und zwar FB Aaron Ripkowski.

Als sich dann noch bei einem kritischen Punt der Packers zwölf Eagles auf dem Feld befanden und ihnen so einen kurzen vierten Versuch ermöglichten, musste jedem im Lincoln Financial Field klar sein, dass dieser Sieg nach Wisconsin gehen würde.

Die Saison der Eagles ist gelaufen und die Packers dürfen weiterhin auf die Playoffs hoffen.

Player of the Game: QB Aaron Rodgers - Green Bay Packers: 313 Yds | 2 TD