Houston Texans @ Oakland Raiders - 20:27

27.11.2016, 09:46 Uhr J.B. Reviews

Es war ein stimmungsvolles Comeback nach Mexiko. Zum zweiten Mal nach 2005 fand ein Spiel im Aztekenstadion statt, welches die offiziell heimischen Raiders erst im letzten Viertel zu ihren Gunsten entschieden.

Die etwa 75.000 Zuschauer sahen ein zunächst zähes Spiel, in dem ausschließlich die Texans in der Lage waren drei Punkte per Field Goal aufs Scoreboard im ersten Viertel zu bringen. Nach der kurzen Eingewöhnungszeit im neuen Land und vor allem auch hochgelegenem Stadion wurde das Spiel in der Folge aber munterer. Grundsätzlich waren es die Texans, die die Partie größtenteils unter Kontrolle hatten. Die gewohnt starke Verteidigung erstickte jegliche Versuche der Raiders, den Ball zu laufen, im Keim und der sonst so effektive Raiders QB Derek Carr hatte arge Probleme einen freien Receiver dank guter Coverage der Texans Secondary zu finden, was zu Lasten des Passrushes ging, der so quasi nicht vorhanden war. Lediglich in einer stärkeren Phase direkt zu Beginn des zweiten Quarters konnten die Raiders sich offensiv etwas befreien, was sie aufeinanderfolgend auch prompt mit einem Reception-Touchdown durch RB Jalen Richard und einem Field Goal nutzten. Zweiteres hervorgerufen durch einen Muffed-Catch nach dem Kickoff und anschließender Recovery Oaklands. Angespornt vom plötzlichen sieben Punkte Rückstand ließ die Antwort der Texans aber nicht auf sich warten. Ein verbesserter QB Brock Osweiler, der leider unfairerweise einige Male von einem grünen Laserpointer geblendet wurde, schloss einen starken Drive mit einem Touchdown auf WR Braxton Miller zum Ausgleich ab. Das Spiel flachte wieder ab und ging ausschließlich mit Punts und einer Osweiler Interception in die Halbzeit.

So begann auch die zweite Hälfte, wobei es dieses Mal Carr war, der im ersten Play eine Interception warf und die Texans so zu einem weiteren Touchdown durch den erneut gutaufgelegten RB Lamar Miller einlud. Nach je einem Field Goal auf jeder Seite ging es mit einer sieben Punkte Führung der Texans in die finalen zehn Minuten, in denen die Raiders dank eines einzigen Big Plays offensiv dann die Initialzündung erlebten. Mit Star-WR Amari Cooper im Backfield positioniert, fand Carr einen völlig freien FB Jamize Olawale, der 75 Yards nicht mehr aufzuhalten war und das Momentum zu den Raiders brachte. Nach einem Turnover on Downs der Texans - der jedoch keiner war, weil die Schiedsrichter nicht nur in dieser Szene mal wieder absolut nicht auf der Höhe waren - brauchte Oakland nur fünf Spielzüge um 85 Yards zu überbrücken und durch einen 35-Yard Touchdown-Pass auf Cooper das Spiel zu drehen und auch zu gewinnen, obwohl sie gute 50 Minuten nur zu 120 Total Yards kamen. Fragt am Ende aber keiner mehr nach.

Tabellarisch ändert das Resultat zwar nichts, aber dank des Sieges der Raiders bleibt neben der ohnehin engen und starken AFC West, auch die AFC South spannend. Ob ein Spiel in Mexiko eine zweite Wiederholung findet bleibt abzuwarten. Die Stimmung war zwar herausragend, einige wussten sich aber nicht nur aufgrund des Laserpointers nicht footballwürdig zu benehmen.

Player of the Game: QB Derek Carr - Oakland Raiders: 21/31 | 295 Yds | 3 TD | 1 Int