Los Angeles Rams @ Arizona Cardinals - 17:13

24.10.2016, 09:14 Uhr J.B. Reviews

Die Rams sind 3-1. Nein, das ist kein Traum, nein ihr braucht euch nicht kneifen, es ist tatsächlich so! Zum ersten mal seit zehn Jahren (!) legen die Rams einen fast perfekten Start hin und führen die NFC West an. Das klingt zunächst einmal nach schwarzer Magie oder nach einem Fehler in der Matrix, wenn man sich das Spiel gegen die Cardinals anschaut, wird es allerdings etwas klarer.

Los Angeles gewinnt momentan dadurch, dass die Defense schlichtweg dominant ist und den Gegner bei wenig Punkten hält und die Offense kaum Fehler macht. QB Case Keenum, vor der Saison noch verlacht und als Platzhalter für Jared Goff angesehen, haut zwar niemanden aus den Socken, aber er macht eben auch keine spielentscheidenden Fehler. Gegen die Cardinals war Keenum sogar der bessere Quarterback, das muss man sich mal überlegen.

Das Sorgenkind der Offense ist momentan RB Todd Gurley. Der Offensive Rookie of the Year der letzten Saison ist noch überhaupt nicht in Form und hat einen unterirdischen Yards per Carry-Schnitt. Wenn er noch zu seiner Form findet ist mit den Rams durchaus als Playoff-Kandidat zu rechnen, so seltsam das auch klingen mag. Auf der anderen Seite dagegen werden die Sorgenfalten immer tiefer.

Die Arizona Cardinals hatten vor der Saison schon für viele als sicherer Kandidat auf den Super Bowl festgestanden und sind jetzt 1-3. Die Defense ist zwar nicht mehr so überragend wie letzte Saison, aber immer noch im guten Mittelfeld. Das Problem ist die Offense. Nun, nicht die ganze Offense. RB David Johnson ist momentan der beste und vollständigste Back der Liga; an ihm liegt es sicher nicht. Damit bleiben nicht mehr viele Positionen und Football-Fachleute werden schon erkannt haben, worauf das hier hinausläuft. QB Carson Palmer und die Wide Receiver. Zumindest WR John Brown lieferte gegen die Rams ein starkes Spiel ab, aber dass er sich zum ersten Mal in dieser Saison bemerkbar machte, sagt einiges! Palmer hingegen lieferte nun schon das zweite Spiel in Folge eine Leistung ab, die eigentlich unter seiner Würde ist. Zu allem Überfluss musste er verletzt vom Platz und über Drew Stanton sei an dieser Stelle einfach mal der Mantel des Schweigens gelegt.

Noch ist keine Zeit für Panik in der Wüste, aber wenn gegen die 49ers am Donnerstag eine ähnliche Leistung folgt, dürften die Alarmglocken schrillen.

Player of the Game: DT Aaron Donald - Los Angeles Rams