Miami Dolphins @ New York Jets - 34:13

06.02.2017, 01:26 Uhr J.B. Reviews

Kann man mal so machen, Matt Moore! In seinem ersten Start seit 2012 legte der Backup-QB der Dolphins eine starke Leistung aufs Parkett. Vier Touchdown Pässe, nur eine Interception und eine gut aufgelegte Defense waren letztendlich der Garant für den deutlichen Sieg der Dolphins. Die Jets waren in der ersten Halbzeit gut, in der zweiten Halbzeit aber nur noch körperlich auf dem Feld. Vor allem die O-Line leistete sich einen richtig harten Aussetzer. Aber der Reihe nach:

Ausnahmsweise legten die Jets mal gut los, bei ihrem ersten Drive im Spiel legte die Gang Green 75 Yards zurück. Die Belohnung? Ein 40 Yard Touchdown Pass von QB Bryce Petty zu Rookie-WR Robby Anderson und die 7:0 Führung. Miami antwortete im zweiten Quarter allerdings mit zwei Touchdown Pässen von QB Moore zu TE Dion Sims und WR Kenny Stills. New York legte nur noch ein Field Goal nach. Mit 14:10 hatte Miami also eine leichte Führung zur Halbzeit. Eigentlich hätte man gedacht, dass das Ganze so weitergeht und sich schon auf eine spannende Schlussphase freuen können. Vor allem weil die Jets, allen voran RB Bilal Powell mit 113 Total Yards eine starke erste Halbzeit ablieferten. Aber irgendwas muss im Pausentee der New Yorker gewesen sein, denn im dritten Viertel brachen sie komplett auseinander.

21 Punkte lieferte Miami im dritten Spielabschnitt ab, die Drives der Jets in diesen 15 Minuten lesen sich wie ein Kabinett des Schreckens für jeden Football Fan: Blocked Punt Touchdown, Interception, Punt, Punt, Turnover on Downs, Field Goal, Interception. Kein Wunder also, dass zu Beginn des letzten Viertels das Spiel bereits entschieden war und die Jets mit den Gedanken bereits in der Kabine zu sein schienen. Anders ist kaum zu erklären, was sich beim ersten Spielzug der letzten 15 Minuten abspielte. QB Bryce Petty snappte den Ball, seine Blocker übten sich allesamt in kollektiver Arbeitsverweigerung und Miamis DE Cameron Wake und DT Ndamukong Suh sagten Danke. Petty wurde richtig in die Zange genommen und kassierte einen Hit, den Kinder unter 12 Jahren nicht sehen sollten, so brutal war er. Dass Petty den Ball sogar noch für 28 Yard an den Mann brachte, ist mit das Beeindruckendste an diesem Spiel.

Danach war Schluss für Petty, der Hit knockte ihn aus dem Spiel, als Ersatz durfte sich QB Ryan Fitzpatrick noch die letzten Minuten beweisen. Das gelang ihm auch super, Fitzmagic drehte die Uhr um ein Jahr zurück, warf fünf Touchdowns und führte die Jets zum... oh, halt. Wir sind ja hier nicht bei EA SPORTS MADDEN NFL. In Wirklichkeit lieferte Fitzpatrick auch keine gute Leistung ab, gerade einmal 31 Yards und eine Interception standen am Ende zu Buche.

Bei den Dolphins dagegen herrscht Hochstimmung. Matt Moore bewies einmal mehr, dass er einer der unterschätztesten Backups der Liga und durchaus in der Lage ist, ein paar Spiele zu überbrücken. Die Playoff-Hoffnungen in Miami sind lebendig wie lange nicht und man blickt gespannt darauf, was der Rest der Liga, vor allem die Denver Broncos, heute so macht.

Player of the Game: QB Matt Moore - Miami Dolphins: 12/18 I 236 Yds I 4 TD I 1 Int