New England Patriots @ Houston Texans - 22:28

28.11.2019, 05:14 Uhr P.L. Reviews

Texans HC Bill O'Brien unternahm Sunday Night den sechsten Versuch endlich mal sein Ex-Team aus New England zu besiegen, denn bei allen bisherigen Aufeinandertreffen setzte es Niederlagen. Dieses Jahr schien die Chance gegen die Patriots zuhause gar nicht so schlecht, dafür müsste man aber auf beiden Seiten des Feldes seinen besten Football spielen, was auch gelang. Obgleich es am Ende nochmal eng wurde, schließlich kennen sich Brady und Co. mit Comebacks in diesem Stadion aus.

Besser in die Partie kamen zunächst die Patriots, die nach einem Houston 3&Out einen Drive über 14 Plays aufzogen, den sie aber nur mit drei Punkten abschlossen, da sie es bei 1st&Goal von der 7 nicht in die Endzone schafften. Es waren mit ihrem zweiten Ballbesitz auch die Gäste, die die Hausherren ins Spiel kommen ließen, denn QB Tom Brady unterlief tief in der eigenen Hälfte eine Interception zu CB Bradley Roby, der sich mit einer Strafe seinen guten Raumgewinn etwas zunichte machte. So musste QB DeShaun Watson 21 Yards überbrücken, was er schlussendlich mit einem Pass auf RB Duke Johnson zum Touchdown und der Führung auch tat.
Das zweite Viertel war dann hinsischtlich Scoring sehr überschaubar. Die Patriots Offense hatte nach der Interception ihren Faden verloren und auch die Texans wussten das Ei auch nur noch einmal erfolgreich zu bewegen. Das dafür aber sehr erfolgreich über 88 Yards hin zum zweiten Touchdown der Partie. Kurze Pässe auf verschiedene Empfänger war hierbei das Erfolgsrezept, welches TE Darren Fells nach seinem Catch aus 13 Yards locker abschloss. So ging es mit einer 14:3 Führung der Hausherren in die Pause.

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Nach zwei schnellen Punts war es auch in Hälfte zwei ein Turnover New Englands, den die Texans zum nächsten Score nutzen konnten. Dieses Mal scheiterte Brady an der 42 der Texans aber lediglich mit einem Pass bei an Downs. Bei 4th&Inches wäre ein Run-Play oder QB-Sneak vielleicht sinniger gewesen, wobei WR Mohamed Sanu den Pass auch hätte sichern können. Kurios wurde es dann für die Texans, die sich nach einem Deep Ball auf WR Will Fuller für 35 Yards schon über den Touchdown freuten, der allerdings von den Refs mangels Kontrolle in der Endzone reversed wurde. "Macht nichts", dachte sich Watson und packte den selben Wurf einfach nochmal aus, mit dem Unterschied, dass ihn nun WR Kenny Stills sicher in der Endzone fing. Das war schwach von der eigentlich besten Secondary der Liga. Mit Hilfe eines 44-Yard Big Plays durch WR Julian Edelman konnten die Gäste im Folgedrive zumindest direkt zurückschlagen, als RB James White einen kurzen Pass Brady's über die Linie brachte. Eine Delay of Game Penalty ließ Kicker Kai Forbath aber den PAT von der 20-Yard Linie verschießen.
Rein in den letzten Abschnitt, wo das muntere Hin und Her nun weiter gehen sollte. Superstar-WR DeAndre Hopkins war mit einem wichtigen Catch beim 3rd Down zur Stelle und legte direkt mit einem 27-Yard Catch nach. Er war auch beim kreativen Ende des Drives involviert. Watson gab den Ball an Johnson, der gab ihn an Hopkins weiter, der ihn wiederum nach Außen zu Watson flippte. Der Quarterback fing das Spielgerät und sprang damit knapp in die Endzone zum 28:9 zehn Minuten vor dem Ende. Aufgeben wollten sich die Patriots aber nicht, schließlich wissen sie nur zu gut, was für Aufholjagden in diesem Stadion möglich sind. Brady brauchte jedoch gute sechseinhalb Minuten um erneut White aus elf Yards in der Endzone zu finden, nachdem man knapp ein 4th&6 konvertieren konnte. Da die 2Pt-Conversion erfolglos blieb, mussten noch zwei weitere Touchdowns her. Nach missglücktem Onside-Kick zwang Houston New England nun dazu alle Timeouts zu nehmen, sodass diese aber schnell wieder in Ballbesitz kamen und von der Defense maximal Begleitschutz bekamen. Das führte dazu, dass die Patriots dank vier längerer Plays für insgesamt 94 Yards durch Edelman tatsächlich noch zum Anschluss kamen. Ein erfolgreicher Onside-Kick war bei noch 50 Sekunden nun Pflicht, und die Chance war tatsächlich da, doch RB Brandon Bolden war ein bisschen klein, um den aufspringenden Ball zu sichern. So ging er ins Aus, Victory Formation und Sieg Texans.

Fazit

Endlich hat es also mal für die Texans gegen den übermächtig scheinenden Rivalen aus der AFC East geklappt, auch wenn man es am Ende nochmal unnötig spannend machte. Es hat aber gezeigt, dass mit einem Deshaun Watson an einem guten Tag alles möglich und auch die Patriots "D" nicht unverwundbar ist. Für Houston ein wichtiger Sieg für die Moral und auch im Kampf um die Playoffs, denn die Titans kommen stark auf.
Die Pats verlieren mit der Niederlage den First Seed in der AFC an die Ravens und haben in der Division echt noch die Bills mit 9-3 im Nacken, gegen die es am vorletzten Spieltag noch einmal geht. Die Offense gibt mittlerweile Grund zur Sorge. Brady hatte hier Probleme mit dem Blitz und außer Edelman und White fehlt es an verlässlichen Optionen im Passspiel.

Player of the Game: QB Deshaun Watson - Houston Texans: 18/25 | 234 Yds | 3 TD | 1 Rec | 6 Yds | 1 TD | 140,7 PR