New Orleans Saints @ Carolina Panthers - 20:23

27.11.2016, 09:19 Uhr J.B. Reviews

Sind wir wirklich schon wieder in Woche 11? Ok, wir sollten die Spiele genießen so lange die Saison noch läuft. Vor allem wenn sie so spannend wie gestern Nacht sind.

Defense ist die Überschrift über die ersten 25 Minuten dieses Spiels und somit ganz anders als das, was wir vermutet hatten. Gleich beim ersten Drive der Saints konnte Panthers-DE Mario Addison zu QB Drew Brees durchdringen, ihn sacken und den Ball freischlagen. So bekam Panthes QB Cam Newton den Ball in aussichtsreicher Position und schaffte auch gleich einen Handoff zum Touchdowb für WR Ted Ginn Jr... oder auch nicht. Bei nochmaliger Betrachtung im Replay stellte sich raus, dass der Receiver kurz vor der Endzone gestoppt wurde. Aber gut, 1st&Goal an der 1-Yard Linie; das sollte doch reichen für sechs Punkte. Von wegen! Die Defense der Saints beschloss, dass sie keine große Lust mehr hatte der Prügelknabe zu sein und sackte Newton an der 13-Yard Linie. Also doch nur drei Punkte für Carolina... oder auch nicht. Der Kick war zwar gut, aber durch ein "Running into the Kicker"-Penalty erhielten die Panthers noch mal vier neue Versuche kurz vor der Endzone. So jetzt aber! Keine Offense der Welt schafft es gegen diese Defense nicht, innerhalb von insgesamt sechs Versuchen und Goal einen Touchdown zu erzielen... außer die Offense der Panthers. Wieder wurde Newton hinter der 10-Yard Line gesacked und wieder blieb nur der Field Goal Versuch. Diesmal war er allerdings gut, kein Penalty, drei Punkte. Nicht gerade ruhmreich, liebe Raubkatzen.

Nächster Drive Saints. In diesem passierte das, was man vor dem Spiel erwartet hatte. Drew Brees und Kollegen bastelten einen schönen Drive zusammen der allerdings von den Panthers in der Red Zone gestoppt werden konnte. Drei Punkte Saints, Ausgleich.

Der nächste Drive der Panthers ging ohne Punkte zuende, vor allem dank eines erneuten Sacks durch die gar nicht schlecht aufgelegte Verteidigung der Heiligen. Die musste auch ziemlich schnell wieder aufs Feld, nachdem Drew Brees von S Kurt Coleman bei einer ordentlichen Gurke von Wurfversuch abgefangen wurde. Wieder schafften es die Panthers an die 1-Yard Line und diesmal wollten sie sich nicht mehr herumschubsen lassen. RB Jonathan Stewart mit dem Sprung über alle und dem ersten Touchdown des Spiels fünf Minuten vor der Halbzeit. In den nächsten Minuten konnten die Panthers mit noch einem Field Goal nachlegen, aber das wirkliche interessante folgte kurz vor der Halbzeit.

Die Saints stellten sich 38 Sekunden vor der Halbzeit zum Field Goal auf. Drei Punkte mehr und Halbzeit... oder auch nicht. Die Panthers schafften es den Schuss zu blocken, LB Luke Kuechly, der später mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Platz musste, schnappte sich das Ei, durchbrach jeglichen Widerstand und trug den Ball in die Endzone. Sieben Punkte mehr für die Panthers, Halbzeit... oder auch eben nicht. Zwar war bei Block und Catch von Kuechly alles ok, aber beim Return gab es einen völlig unnötigen Block in the Back. Also kein Touchdown und Newton nochmal auf dem Feld. Der wollte sich die sieben Punkte wieder zurückholen, feuerte eine Bombe auf Ted Ginn, der fing den Ball am Ende der Endzone aber laut Schiri zu weit hinten. Incomplete, keine Punkte, Halbzeit... oder auch nicht. Das Play wurde noch mal begutachtet und dabei festgestellt, dass Ginn es tatsächlich geschafft hatte, beide Füße inbounds runter zu bringen. 20 Punkte Panthers, Halbzeit. Diesmal wirklich

Die Saints kamen aus der Kabine und versuchten noch einmal alles, mussten aber im dritten Quarter noch ein Field Goal der Panthers hinnehmen.

Erst im letzen Viertel konnte New Orleans wieder punkten. Zunächst durch noch ein Field Goal und dann nach einem schönen 27-Yard Lauf durch RB Tim Hightower und einem anschließenden Pass auf WR Brandon Coleman. Zehn Punkte zurück und noch elf Minuten zu spielen. Die Saints schafften es noch einmal in die Endzone durch TE Coby Fleener, aber am Ende ging ihnen die Zeit aus und die Panthers retteten ein knappes 20:23 nach Hause, in einem Spiel, das ganz anders war als erwartet, aber trotzdem jedem neutralen Zuschauer Spaß gemacht haben dürfte.

Beide Teams stehen bei 4:6 und haben zumindest noch theoretische Chancen auf die Playoffs. Praktisch, nun ja...

Player of the Game: S Kurt Coleman - Panthers: 7-2 T-A | 1 Int | 1 FF