New York Jets @ Buffalo Bills - 37:31

24.10.2016, 06:20 Uhr J.B. Reviews

Ein Shoot-Out zwischen diesen beiden Mannschaften hätten wohl die wenigsten erwartet. Und danach sah es am Anfang auch nicht aus: Zwar bewegte New York den Ball in den ersten Drives konstant und konnte vier Scoring Drives hintereinander verzeichnen, allerdings hatte man etwas Glück mit Strafen und Spielzügen beim aller ersten Drive.

Die Defensive Line der Bills konnte zu Beginn - auch ohne Blitzes und mit nur drei Mann in der Redzone - noch Druck auf Jets QB Ryan Fitzpatrick ausüben. Vor allem der viel gelobte LB Larry Hughes ist hier zu erwähnen. Zu diesem Zeitpunkt war die Überraschung der Saison WR Quincy Enunwa Fitzpatricks Lebensversicherung. Ihren Druck konnte die D-Line aber nach langen Ballbesitzzeiten der Jets, welche auch Fitzpatrick zu verdanken waren, in Hälfte zwei nicht aufrechterhalten.

Eine Schrecksekunde gab es für Jets WR Brandon Marshall. Dieser verdrehte sich nach einem Tackling das Knie und musste an der Seitenlinie behandelt werden. Fitzpatrick kommentierte die Szene anschließend mit: "Scary. It was very scary. It didn't look good". Glücklicherweise konnte Marshall wenige Plays später weitermachen.

Die Ryan Brüder (HC und DC in Buffalo) müssen sich fragen, wie sie ihre Secondary anpacken, die konstant Completions zuließ. Drei Receiver der Jets kamen am Ende auf je sechs Completions und jeweils annähernd 100 Yards. Die CB‘s Stephon Gillmore und Ronald Darby ließen 13 von 19 Pässen für 226 Yards zu. Hier muss eventuell, wieder einmal wie in New Orleans, DC Rob Ryan kritisiert werden, dessen System nicht zu den Press Cornern der Bills passt.

In der zweiten Hälfte wurden dann beide Offenses deutlich munterer. Den Bills gelangen drei Scoring Drives hintereinander und das obwohl vom derzeit „besten“ Running Game der Liga nichts zu sehen war. Auch die Pass-Statistiken, die auf ein Comeback von Bills QB Tyrod Taylor schließen, müssen revidiert werden. Zum einen war der zukünftige Hall of Famer CB Darrelle Revis - bei dem überlegt werden muss ob er nicht besser auf die FS Position geschoben wird, wie viele alternde Corner vor ihm - beim TD-Pass (89 Yards) von Taylor auf WR Marquise Goodwin nicht auf der Höhe und wurde von dessen Schnelligkeit überrascht, zum anderen versemmelten die Jets ihre Coverage beim 71 Yard Pass auf WR Greg Salas. Die Jets antworteten vor allem mit RB Matt Forte der unglaubliche 30 (!!!) Carries, 100 Yards und 3 TD zu verzeichnen hatte.

Für die Bills sieht es daher nach zwei Spieltagen, trotz des gefälligen Shoot-Outs mit den Jets sehr düster aus.

Player of the Game: Matt Forte - New York Jets