San Diego Chargers @ Houston Texans - 21:13

28.11.2016, 07:49 Uhr J.B. Reviews

Die Texans waren ungeschlagen zu Hause. 5-0. Die Betonung liegt auf „waren“. Es sollte vorallem QB Philipp Rivers sein, der diese Tatsache in dem Spiel beendete. Rivers ist (leider) immer noch unterschätzt. Anders sein Kollege auf der anderen Seite, der wieder einmal enttäuschte. Gleich drei Interceptions von QB Brock Osweiler und jede Menge weiterer Fehler besiegelten die Niederlage der Texans.

Trotzdem startete Osweiler ganz gut, obwohl es auch in diesem Spiel dauerte bis es die ersten Punkte gab. In Q2 fand er bei guter Protection den an der Seitenlinie gestarteten Rookie-WR Will Fuller an San Diegos 5-Yard Linie. Kurz darauf war es dann der QB selbst an der Goalline, der mit einem gehechteten Sprung über die Trenches den ersten Score für Houston besorgte. San Diego antwortete umgehend. WR Dontrelle Inman schlug den Texans Safety mit einer Stop and Go Route, die den Verteidiger stolpern lies, und war in der Mitte völlig frei. Natürlich fand Rivers den Receiver über 30 Yard zum Ausgleich. Gegen Ende der ersten Halbzeit dann einer der schwerwiegenden Fehler Osweilers. Unter Druck von gleich drei Chargers Verteidigern, verließ der QB die Pocket und warf an der Außenlinie direkt in die Arme von CB Casey Hayward, der die Liga in Interceptions anführt. Ihm gebührt hier das Lob. Während der Ball in der Luft war holte er gefühlte 100 Yards zu WR DeAndre Hopkins auf und konnte den Ball in Receiver Manier mit vor sich ausgestreckten Armen fangen. Rivers beendete darauf einen fast perfekten Drive, mit einem top-getimten Wurf zu WR Williams, der nur eine Handbreit zwischen sich und dem Verteidiger hatte. Der nächste Fehler geschah durch RB Lamar Miller. Dieser wollte nach einem First Down noch ein bisschen mehr und fumblete beim Tackle den Ball; wieder Turnover. Im letzten Abschnitt noch ein Fehler, der zu einem Touchdown führte. LB McKinncey verließ seine Coverage und konnte in diese nicht schnell genug zurückkehren. Rivers fand den freien TE Hunter Henry zur 21-10 Führung. Jegliche Versuche eines Comebacks wurden von einer haarsträubenden Interception von Osweiler zunichte gemacht. Bei 1st&10 und noch zehn Minuten zu spielen warf Osweiler den Ball 30 Yards weit. Leider ca. zwei Meter zu hoch und zehn Yards zu weit für seinen Tight End in die Arme des Chargers Verteidigers. Den Texans gelang schlussendlich nur noch ein Field Goal.

Houston steht damit nun gewaltig unter Druck in ihrer Division, denn die Titans sitzen ihnen im Nacken. Den Chargers ist zu wünschen, dass ihnen nächste Saison nicht so viele Spieler ausfallen und das die anderen drei Teams entwas gnädiger sind. Potential haben sie allemal.

Group of the Game: Defense - San Diego Chargers: 3 Int | 1 Sck | 2 FF