Seattle Seahawks @ New York Jets - 27:17

24.10.2016, 09:09 Uhr J.B. Reviews

Okay, wir können offiziell die "Kann Russell Wilson auch aus der Pocket spielen"-Fragen mit einem klaren "Ja" beantworten. Gegen die New York Jets war der am Knie verletzte Wilson nicht so mobil wie sonst, was auch an der starken Defensive Line der Jets gelegen haben mag, aber auch als traditioneller Quarterback machte Wilson eine mehr als akzeptable Figur. 23 Pässe bei 32 Versuchen, 309 Yards und drei Touchdowns sollten Beweis genug für diese These sein.

Da fiel es auch kaum ins Gewicht, dass RB Christine Michael nicht überzeugen konnte und von den Jets bei unter 60 Yards Rushing gehalten wurde. Aber Seattle ist seit dem Ende der Marshawn Lynch-Ära schwerer auszurechnen und so war es TE Jimmy Graham, der sich die Hauptlast auf die Schultern lud und sein zweites Spiel mit über 100 Yards Receiving abholte.

Und auch in der Defense scheint Seattle langsam aber sicher zum Legion of Boom-Level zurückzufinden. Linebacker Bobby Wagner flog förmlich über den Platz und belohnte seinen starken Auftritt mit sieben Tackles und einem Sack. Cornerback Richard Sherman schnappte sich zwei Interceptions und auch Safety Earl Thomas fing einen Pass ab. Seattle geht nun in die Bye-Week und hat Zeit sich zu erholen.

Der Rest der NFC sollte sich also warm anziehen! In New York ist die Stimmung komplett das Gegenteil. QB Ryan Fitzpatrick hat nun insgesamt neun Interceptions in zwei Spielen, WR Eric Decker könnte den Rest der Saison verpassen und gegen die Seahawks verpuffte auch RB Matt Forte komplett, mit nicht einmal zwei Yards pro Carry im Durchschnitt.

Das Problem bei Fitzpatrick ist vor allem, dass die Alternativen kaum vorhanden sind. Geno Smith, Bryce Petty und Christian Hackenberg sind alle entweder nicht besser als Fitz oder noch zu unerfahren, dass sie eher verheizt würden als wirklich zu helfen. Die Secondary der Jets ist ebenfalls nicht wirklich hilfreich, CB Darrelle Revis wird immer mehr zum Risikofaktor und scheint seine besten Jahre hinter sich zu haben. Auch die nächsten Spiele machen kaum Mut. Es warten die Steelers, Cardinals und Ravens. Kein guter Ausblick für die Gang Green.

Player of the Game: CB Richard Sherman - Seattle Seahawks